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News - DAX 100
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02.05.2011
Presse: Deutsche Wohnen will LBBW-Bestand übernehmen
aktiencheck.de
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen AG (ISIN DE000A0HN5C6/ WKN A0HN5C) fühlt sich stark genug, das deutlich mehr als 1 Mrd. Euro schwere Immobilienportfolio der Landesbank Baden-Württemberg zu übernehmen. Die LBBW muss ihre gut 20.000 Wohnungen auf EU-Geheiß abstoßen.
Wenn die Preisindikation stimme, müsste ein Interessent 300 bis 400 Mio. Euro an Eigenkapital mitbringen - "das kann nicht jeder, wir trauen uns das zu", erklärte Helmut Ullrich, Finanzvorstand der Deutschen Wohnen, im Interview der "Börsen-Zeitung" (Samstag). Zugleich versicherte er, sich nicht auf ein Wettbieten einzulassen. "Wir haben immer gesagt, dass wir nur einen Deal machen, wenn er ökonomisch Sinn macht."
Im Gegensatz zum Wettbewerber GAGFAH S.A. (ISIN LU0269583422/ WKN A0LBDT) sehen die Berliner das Sparen bei Instandhaltungsmaßnahmen nicht als sinnvollen Weg. Vielmehr seien umfassende Modernisierungen Voraussetzung, um den eigenen Wohnungsbestand zu verbessern: "Weil es ein ganz wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist, mehr aus den Beständen herauszuholen, als es sonst möglich wäre. Wir verfolgen ein anderes Geschäftsmodell als die Gagfah."
Sollte die erhoffte En-gros-Akquisition des LBBW-Bestandes nicht gelingen, traut sich der Konzern zu, en detail jährlich zwischen 3.000 und 5.000 Wohnungen einzukaufen - "das ist auch eine solide Wachstumsalternative". Aktuell verwaltet das Unternehmen knapp 48.000 eigene Wohnungen, vornehmlich in Berlin und dem Rhein-Main-Gebiet.
Während sich die Deutsche Wohnen bei Ankäufen offensiv zeigt, mauert Ullrich bei Verkäufen: "Damit verhindern wir, dass wir unseren besten Bestand auscashen und ein Schweizer-Käse-Portfolio bekommen." Nach einer jahrelangen Restrukturierung sowie dem deutlichen Zurückfahren der vormals (zu) hohen Verschuldungsquote ist die Deutsche Wohnen nunmehr bis Ende 2015 durchfinanziert.
Die Aktie der Deutsche Wohnen notierte zuletzt mit einem Plus von 1,03 Prozent bei 10,75 Euro. (02.05.2011/ac/n/d)
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