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Analysen - Ausland
01.08.2002
BBVA "strong buy"
SEB

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Die Analysten der SEB stufen die Aktie von BBVA (WKN 875773) weiterhin mit "strong buy" ein.

Das Halbjahresergebnis bei der zweitgrößten spanischen Bank sei ähnlich wie bei der Nr. 1, der SCH, die am Vortag berichtet habe, vor allem von der sich akkumulierenden Lateinamerikakrise geprägt. Das Inlandsgeschäft hingegen laufe auch bei BBVA sehr gut und die Kosten seien sogar deutlicher reduziert worden als bei SCH. Die Cost/Income-Ratio sei demzufolge um 4,8% auf 46,3% gesunken.

Der Nettogewinn sei im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 8,9% auf 1,17 Mrd. Euro gesunken. Im 1. Quartal sei noch eine Steigerung von 6% erzielt worden. Kräftig angehoben werden musste die Risikovorsorge, welche um 56% auf 1,46 Mrd. Euro kletterte, so die Analysten der SEB. Neben Argentinien, wo die Engagements im wesentlichen zum Geschäftsjahr 2001 auf einem Buchwert von Null bereits abgeschrieben worden seien und den inzwischen kräftigeren Währungsabwertungen in der Region Lateinamerika (vor allem beim Real), machten sich weitere Kreditausfälle sowie die 5,5%-Beteiligung bei Telefonica negativ bemerkbar. Letztere allein schlage mit einer Abschreibung von 209 Mio. Euro zu Buche.

So sei es kein Wunder also, dass nun auch BBVA hinsichtlich der weiteren Gewinnentwicklung eine Warnung ausgesprochen habe. Während noch zu Jahresbeginn von einem Gewinnzuwachs von 10% ausgegangen worden sei, sehe der Vorstand für das Gesamtjahr nun eine "ähnliche Entwicklung wie im 1. Halbjahr".

Da das Inlandsgeschäft wächst - dies entgegen vielen europäischen Mitbewerbern - und die Kosten im Griff sind bestätigen die Analysten der SEB hiermit ihr bisheriges Kursziel von 15 Euro und das Rating von "strong buy" für die BBVA-Aktie. Allerdings seien die bisherigen Gewinnprognosen entsprechend der Vorhersagen zu reduzieren. Mit einem KGV von 10,7 auf 2003er Basis sei die Aktie aber günstig bewertet.



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