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Analysen - Ausland
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26.04.2011
AT&T Dynamikrückgang bei Neukundengewinnung
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die AT&T-Aktie (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) unverändert mit "halten" ein.
Am 20. März 2011 hätten AT&T und Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) verkündet, dass die Mobilfunktochter T-Mobile USA (viertgrößter Mobilfunkanbieter in den USA) durch die bisherige Nummer zwei am US-Telekommarkt übernommen werden solle. Allerdings bedürfe es noch der Zustimmung vom US-Justiz-Department, der FCC sowie einer Anhörung vor dem Kongress. Sollte dem Kauf zugestimmt werden, so würde AT&T zur Nummer eins aufsteigen und läge damit vor dem Erzrivalen Verizon Wireless. Bei den Vertragskunden im Mobilfunkbereich habe der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU) zum neunten Mal in Folge auf USD 63,39 gesteigert werden können.
Der Umsatz des Telekomriesen habe im ersten Quartal 2011 um 2,3% im Jahresvergleich auf USD 31,25 Mrd. zulegen können und damit die Erwartungen in Höhe von USD 31,21 Mrd. erfüllt. Der bereinigte Gewinn pro Aktie habe mit USD 0,57 eine Steigerung im Jahresvergleich von 39% aufgewiesen und somit die Erwartungen in Höhe von USD 0,57 haargenau treffen können. Zurückzuführen sei dies vor allem auf steuerliche Effekte, da sich der operative Gewinn im Jahresvergleich aufgrund von gestiegenen Ausgaben im Mobilfunkbereich (+20,6%) um knapp 3% verringert habe.
AT&T habe im ersten Quartal die Zahl der Vertragskunden im Mobilfunkbereich nur um 62.000 Kunden erhöhen können - im Vorjahresquartal habe dieser Wert noch bei 512.000 Kunden gelegen. Die operative Gewinnmarge im Mobilfunksegment habe sich im Jahresvergleich um 4,2 Prozentpunkte reduziert und liege somit auf 25,8%.
AT&T habe mit den Zahlen für das erste Quartal 2011 die Analystenerwartungen überwiegend erfüllen können. Allerdings dürfte AT&T bereits die ersten Auswirkungen durch den Wegfall des exklusiven iPhone-Vertriebes spüren. Der deutliche Einbruch bei der Neukundengewinnung werde mit Preissenkungen zu bekämpfen versucht, was sich allerdings negativ auf die operative Marge auswirke. Auch bei der Kundenabwanderungsrate werde dies nicht spurlos vorübergehen, wobei der Effekt im Moment aufgrund der vertraglichen Bindungsfristen noch recht gering erscheine. Positiv zu verbuchen sei allerdings der bevorstehende Erwerb von T-Mobile USA, wodurch AT&T zur Nummer eins am US-Markt aufsteige.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank belassen ihre Einschätzung für die AT&T-Aktie auf "halten". (Analyse vom 26.04.2011) (26.04.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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