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Analysen - Ausland
21.04.2011
Nike beim nächsten Aufwärtstrendwechsel zugreifen
boerse.de-Aktienbrief

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Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" nutzen eine Verschnaufpause, um bei der Aktie von Nike (ISIN US6541061031/ WKN 866993) per Stop-Buy-Limit bei 81,00 USD den erneuten Einstieg vorzubereiten.

Aus heutiger Sicht erscheine es verwunderlich, doch bis zu den 60er Jahren habe es keinen US-Sportartikelhersteller gegeben, der mit adidas und PUMA habe Schritt halten können. Das sollte sich erst ändern, als Philip Knight, ein passionierter Mittelstreckenläufer, und dessen Coach Bill Bowerman 1964 ein Importgeschäft gegründet hätten. In Anlehnung an die blaue Schärpe, mit der die besten Läufer des Landes ausgezeichnet worden seien, habe das Unternehmen unter dem Namen Blue Ribbon Sports firmiert.

Zunächst seien vor allem Sportschuhe der japanischen Marke Onitsuka Tiger (heute Asics) importiert und zu günstigen Preisen unters Volk gebracht worden, ehe 1971 erstmals eigene Schuhe auf den Markt gekommen seien. Sieben Jahre später habe der Sportartikelhersteller umfirmiert und führe seitdem das weltbekannte geschwungene Logo. Der globale Siegeszug sei schließlich mit dem Börsengang 1980 gestartet, und seit den 90ern habe Nike als Weltmarktführer die Nase vorn und rangiere vor den beiden einst schier übermächtigen Rivalen. Dabei erfolge die Produktion bis heute überwiegend in asiatischen Billiglohnländern.

Heute beschäftige der Konzern mehr als 36.000 Mitarbeiter in über 160 Nationen. Die ursprüngliche Marke für Laufschuhe habe schnell auch auf neuem Terrain Fuß gefasst. Dabei hätten Werbeaktionen mit Stars wie John McEnroe oder Michael Jordan zum Durchbruch als Tennis- bzw. Basketball-Ausrüster verholfen. Und mittlerweile sei Nike auch längst im Fußball sowie sogar beim Golf eine feste Größe. Neben Sportbekleidung würden Accessoires wie bspw. Taschen, Trinkflaschen oder Brillen zum Sortiment zählen.

Zudem verstehe es Nike gekonnt, die Bedürfnisse der Generation Facebook anzusprechen. So gebe es bspw. eigene Apps für iPod und iPhone, die zusammen mit speziellen Nike-Laufschuhen umfangreiche Auswertungen wie Kalorienverbrauch, Geschwindigkeit oder Streckenauswertungen per GPS ermöglichen würden. Nach dem Sport könnten dann sämtliche Ergebnisse online gestellt und mit denen von Freunden verglichen werden. In den ersten drei Quartalen per. 28. Februar habe Nike die Umsätze auf 15,1 Mrd. USD (+8%) gesteigert. Dabei sei unter dem Strich ein Gewinnplus von 11% auf 1,5 Mrd. USD eingefahren worden.

An der Börse zeichne sich Nike ebenfalls durch Langstreckenläufer-Qualitäten aus. Denn im vergangenen Jahrzehnt habe die Aktie bei deutlich unterdurchschnittlichem Risiko (Verlust-Ratio 2,07) im Schnitt mit 90%-iger Gewinn-Konstanz rund 12% p.a. aufgesattelt. Dazu könnten derzeit noch 1,6% Dividendenrendite addiert werden. Im Zuge der Japan-Korrektur habe Nike nun erstmals seit vergangenem Sommer wieder deutlicher zurückgesetzt.

Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" nutzen diese Verschnaufpause, um bei der Nike-Aktie per Stop-Buy-Limit bei 81,00 USD den erneuten Einstieg vorzubereiten. Ihre beiden bisherigen Empfehlungen würden zwar noch auf der Stelle treten. Doch sobald der erneute Aufwärtstrendwechsel gelinge, sollte Nike wieder auf Rekordjagd gehen. Rein rechnerisch betrage die Gewinnchance dabei in den kommenden fünf Jahren 76%. Und mit ihrem Stop-Buy-Limit würden sie sich einen 12%-Rabatt gegenüber dem All-Time-High vom Dezember sichern. (Ausgabe 238 vom 20.04.2011) (21.04.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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