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Analysen - Nebenwerte
31.07.2002
Grammer spottbillig
Prior Börse

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Seit dem Verlustjahr 1999 geht es bei Grammer (WKN 589540) steil bergauf, so die Experten vom Börsenbrief "Prior Börse".

Im vergangenen Jahr habe die Gesellschaft bei einem Umsatz von 721 Mio. Euro 23 Mio. Euro verdient. Der Automobilzulieferer stelle vor allem Kopfstützen und Fahrersitze her. Zum Kundenkreis würden namhafte, deutsche Hersteller wie DaimlerChrysler, BMW und VW zählen.

Bis zum Jahr 2005 strebe die Gesellschaft Einnahmen von ungefähr einer Milliarde Euro an. Im Gespräch mit den Experten habe Finanzvorstand Alois Ponnath jedoch moderatere Töne angeschlagen. Während auf der Hauptversammlung im Juni noch das Vorjahresergebnis übertroffen werden sollte, wäre man nun bereits mit einer Stagnation des Gewinns zufrieden. Dies wären umgerechnet 2,58 Euro je Anteilsschein.

Die Eigentümerstruktur sorge für Kursfantasie. Inzwischen halte der Finanzinvestor Permira ungefähr zwei Drittel der Aktien. Plane der Großaktionär eines Tages den Ausstieg, seien mehrere Alternativen denkbar. So könnte beispielsweise einer der großen Systemlieferanten ein Auge auf Grammer werfen. Des weiteren wäre bei einer verbesserten Lage an den Aktienmärkten auch eine Umplatzierung möglich, verbunden mit einer Kapitalerhöhung zur Umsetzung von Großprojekten. Vielleicht könnte Grammer auch ganz vom Kurszettel verschwinden. Im vergangenen Jahr sei bereits ein erstes Abfindungsangebot über 12,50 Euro gescheitert. Es stelle sich die Frage, ob irgendwann ein zweites Angebot folge.

Mit einem KGV von 6 ist Grammer nach Meinung der Analysten von "Prior Börse" spottbillig.



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