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Analysen - Ausland
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18.04.2011
J.P. Morgan Chase Kreditrisiken nehmen weiter ab
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) mit "halten" ein.
Der Nettogewinn habe um 67% auf USD 5,56 Mrd. zugelegt, was einem Gewinn je Aktie von USD 1,28 entspreche. Damit seien die Markterwartungen (durchschnittlich USD 1,15 je Aktie) deutlich übertroffen worden. Neben dem sich zuletzt wieder stärker präsentierenden Investmentbanking-Geschäft, habe insbesondere das Kreditkartensegment eine Erholung gezeigt, wo geringere Risikovorsorgen zu verzeichnen gewesen seien. Gestützt worden sei das Ergebnis zudem durch die Auflösung von Risikovorsorgen im Ausmaß von USD 2 Mrd.
Die Dotierung zu Kreditrisikovorsorgen habe sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 83% auf USD 1,17 Mrd. verringert. Das Verhältnis Risikovorsorgen zu Krediten habe im ersten Quartal 2011 auf 4,10% weiter abgenommen (Vorquartal: 4,46%). Das Institut zähle zu den Gewinnern der Finanzkrise und habe sich eine starke Marktstellung sowohl im Investmentbanking als auch im Retailgeschäft gesichert.
Die Erträge hätten mit USD 25,22 Mrd. (-8,9% gegenüber dem Vorjahresquartal) im Rahmen der Erwartungen (USD 25,11 Mrd.) gelegen.
Die Nettozinsmarge bleibe mit 2,89% weiterhin niedrig (Q1/2010: 3,32%). Die US-Banken und Finanzdienstleister müssten sämtliche Zwangsversteigerungen der Jahre 2009 und 2010 überprüfen sowie ihre Abwicklungsprozesse und Dokumentation verbessern, was vor allem durch die Einstellung von zusätzlichen Mitarbeitern (bei J.P. Morgan Chase 3.000) erreicht werden solle. Auf sein Hypothekendienstleistungsgeschäft habe J.P. Morgan Chase im vergangenen Quartal USD 1,1 Mrd. abgeschrieben.
J.P. Morgan Chase habe im Auftaktquartal von der sich fortsetzenden Entspannung bei den Kreditrisiken profitiert, welche sich in einer Abnahme der Zahlungsausfälle sowie geringeren Risikovorsorgen widerspiegele. Zwar seien die Zinsmargen nach wie vor gering, dennoch habe das Institut die Dividende auf USD 1 je Aktie (für das Gesamtjahr) anheben können. Zudem habe J.P. Morgan Chase Aktienrückkäufe im Volumen von USD 15 Mrd. angekündigt, wovon USD 8 Mrd. auf das aktuelle Jahr entfallen würden.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank raten die Aktie von J.P. Morgan Chase zu halten. (Analyse vom 14.04.2011) (18.04.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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