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Analysen - Neuer Markt
30.07.2002
DAB bank für spekulative Investoren
Performaxx-Anlegerbrief

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Nach Ansicht der Aktienexperten vom "Performaxx-Anlegerbrief" können sich spekulative Investoren einige Titel der DAB bank AG (WKN 507230) ins Depot legen.

Den Direktbanken gehe es im derzeitigen Börsenumfeld nicht besonders berauschend. Das heiße jedoch nicht, dass sie deshalb dauerhaft aus dem Radar der Anleger verschwinden sollten. Die DAB bank habe letzten Freitag von sich reden gemacht, als sie bekannt gegeben habe, dass sie die österreichische direktanlagebank.at, den führenden Online-Broker Österreichs, übernehme.

Das österreichische Pendant verfüge immerhin über einen sagenhaften Marktanteil von knapp 70% – davon könnten deutsche Direktbanken nur träumen. Jetzt dürfe man sich fragen, was diese Übernahme überhaupt solle. Doch die Antwort sei einfach: Durch die Eingliederung in den DAB-Konzern werde die operative Profitabilität steigen. Denn die Österreicher stünden im Gegensatz zu anderen Ländern bereits heute an der Demarkationslinie zur Profitabilität. Deshalb sei es auch vertretbar gewesen, dass Konzernchef Matthias Kröner pro Kunde 1.250 Euro bezahlt habe, was immerhin 100% über der Bewertung eines "normalen" DAB-Kunden liege.

Des Weiteren komme die Frage auf, ob der in den letzten zwei Monaten gesehene Kursverfall nicht ein bisschen zu viel des Guten gewesen sei. Und auch hier sei die Antwort nicht besonders schwierig: Durch den abrupten und übertriebenen Kursrutsch im Monat Juni sei die Bewertung der Münchner unter den Buchwert zurück gekommen. Die Marktkapitalisierung liege bei nur noch knapp über 300 Mio. Euro, während das Eigenkapital bereits 33% höher anzusiedeln sei. Zugleich hätten sich die operativen Verluste im letzten Quartal weiter eingedämmt. Also auch von dieser Seite sei das Schlimmste ausgestanden.

Im Hinblick auf eine Erholung des Gesamtmarktes und der berechtigten Aussicht auf einen Verschmelzungspartner können sich spekulative Investoren bei derzeitigen Kursen unter Buchwert einige Stücke ins Depot legen, so die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief". Auf Grund dessen sei ein Aufwertungspotenzial von rund einem Drittel auszumachen.



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