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Analysen - DAX 100
15.04.2011
BayWa ein fulminanter Jahresauftakt 2011 erwartet
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Schwarz, Analyst von Warburg Research, stuft die BayWa-Aktie (ISIN DE0005194062/ WKN 519406) unverändert mit "kaufen" ein.

BayWa sollte eine deutliche Ergebnissteigerung verzeichnen können, die durch eine verbesserte operative Performance in den meisten Segmenten getragen werde. Der frühe Frühlingsbeginn in Europa (Beginn der Pflanzsaison sechs Wochen früher) sollte insbesondere die Ergebnisse in Q1/2011 beflügeln. Im Agrarsegment würden die Analysten mit einer hohen Nachfrage rechnen, da die Landwirte bedingt durch den deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise in 2010 in Geld schwimmen würden. Da die Preise 2011 weiter steigen sollten, sei mit einer hohen Nachfrage nach Landmaschinen als auch nach Düngern, Pestiziden und anderen Einsatzstoffen zu rechnen. Da der Auftragseingang für Traktoren bei BayWa in Q4/2010 spürbar angestiegen sei (bis zu 40%), sei für Q1 und Q2 dieses Jahres ein starker Absatzanstieg zu erwarten.

Während der Baubereich von der frühen Schneeschmelze in diesem Jahr profitieren sollte, dürften auch die durch das neue Management dieses Segments eingeleiteten Maßnahmen zur Bewältigung der operativen Schwäche erste Früchte tragen. Die Führungsspitze sei nicht länger bereit, die anhaltende Wertvernichtung hinzunehmen. Das neue Segmentmanagement habe die Vorgabe bekommen, bis Ende 2012 mindestens die Kapitalkosten (ca. EUR 39 Mio. in 2010) zu verdienen. Zwar würden die Analysten dieses Ziel für sehr ambitioniert halten (der NOPAT im Bausegment habe 2010 bei EUR 17,6 Mio. gelegen, sodass ein Anstieg von 120% bis 2012 erforderlich wäre), würden margenseitig für 2011 aber zumindest einen gewissen Fortschritt erwarten.

Der Energiebereich sollte von einem erneuten fulminanten Anstieg des EBIT durch das Segment Erneuerbare Energien profitieren. Erst 2009 etabliert, habe dieses Segment bereits 2010 EUR 21 Mio. zum EBIT beigetragen. Viele neue Projekte für Wind, Solar und Biogas seien 2010 hinzugekommen. Der Verkauf der nun fertig gestellten Anlagen (Wind- & Solarparks, Biogasanlagen), die inzwischen den Betrieb aufgenommen hätten, sollte sich nach Erachten der Analysten deutlich positiv auswirken. Sie würden eine Steigerung beim EBIT dieser Aktivitäten um ca. 50% auf über EUR 30 Mio. erwarten.

Das traditionelle Energiegeschäft - die Bereitstellung von Heizöl, Treibstoff und Schmierstoffen für Endkunden - sollte von den niedrigen Heizölvorräten der Privathaushalte profitieren können. Allerdings dürfte sich dieser positive Effekt erst gegen Ende des Jahres einstellen, da Kunden aufgrund der aktuellen Erhöhung der Heizölpreise ihre Bestellung so lange hinauszögern könnten, bis diese unvermeidbar würden.

Nur im Segment Sonstige sollten Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr rückläufig sein, da nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten 2010 verkauft worden seien (Desinvestition der Autohandelsaktivitäten, Lebensmittelhersteller Frisch & Frost etc.). Die Analysten würden daher für 2011 mit einem Rückgang des EBIT in dem Segment um 25% bzw. EUR 10 Mio. rechnen.

Aufgrund von Veränderungen der erwarteten Steuerquote (25% ggü. 23,3%) und einem negativeren Finanzergebnis, resultierend aus einem erwarteten Anstieg des Umlaufvermögens in 2011, hätten die Analysten ihre Ergebnisschätzungen angepasst.

Angesicht der zunehmenden Bedeutung der erneuerbaren Energien (ca. 20% vom EBIT 2011e) bei BayWa sollte das Unternehmen auch zukünftig von einer steigenden Nachfrage nach nachhaltiger Stromerzeugung profitieren. Der aus dem DCF-Modell der Analysten abgeleitete faire Wert von EUR 38 je Aktie werde durch ihre Berechnung des Buchwerts (EUR 45 unter Berücksichtigung der Marktwert von Immobilien und Finanzanlagen) gestützt.

Die Analysten von Warburg Research erhöhen ihr Kursziel von EUR 37 auf EUR 38 und bestätigen ihre Kaufempfehlung für die BayWa-Aktie. (Analyse vom 14.04.2011) (15.04.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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