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Analysen - Ausland
15.04.2011
BRAIN FORCE stille Reserve SolveDirect
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Felix Ellmann, Analyst von Warburg Research, stuft die BRAIN FORCE-Aktie (ISIN AT0000820659/ WKN 919331) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Die BRAIN FORCE Holding AG sei eine österreichische Holding-Gesellschaft, die auf IT-Dienstleistungen in folgenden Bereichen fokussiert sei: IT-Prozessoptimierungen, IT-Infrastrukturlösungen und Professional Services.

Jahrelange Erfahrung, starke Referenzen, spezifisches Know-how sowie eigene Softwareprodukte würden das Unternehmen vom Wettbewerb abgrenzen. Nach zwei Jahren der Restrukturierung, im Rahmen derer rund 200 Stellen abgebaut und die Personalkosten um rund EUR 10 Mio. reduziert worden seien, sei das Geschäft im vergangenen Jahr auf niedrigem Niveau stabilisiert worden. Gleichzeitig habe BRAIN FORCE im abgelaufenen Geschäftsjahr drei strategische Transaktionen vollzogen: den Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, den Einstieg eines Investors bei SolveDirect zur Finanzierung der US-Expansion und die Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich.

Im Jahr 2010/11 sollte das Unternehmen erstmals seit 2008 auf operativer Basis (EBIT ohne Unternehmensverkäufe) wieder profitabel arbeiten können. Am Kapitalmarkt kaum bekannt sei hingegen, dass die BRAIN FORCE-Tochter "SolveDirect" eine wichtige Wertkomponente darstelle. An der SolveDirect Service Management GmbH werde BRAIN FORCE mittelfristig noch rund 40% halten (Verwässerung nach Kapitalerhöhung).

Die SolveDirect entwickle cloud-basierte Lösungen für IT-Service-Management Integration. Weltweit mehr als 220 Kunden aus nahezu allen Branchen würden Lösungen von SolveDirect einsetzen, die über 5.500 Organisationen mit 270.000 Endanwendern in 68 Ländern verbinden würden. Über die letzten vier Quartale sei das Unternehmen um jeweils 30% (QoQ) gewachsen und expandiere insbesondere in den USA weiter sehr stark. Der Wert dieser Beteiligung könne auf Basis einer Peer Group-Analyse mit EUR 8 Mio. angesetzt werden. Sollte sich die Businessplanung des Unternehmens materialisieren, seien für SolveDirect auch deutlich höhere Werte realisitisch.

Eine weitere Wertkomponente seien die erheblichen steuerlich wirksamen Verlustvorträge im Konzern. Mit rund EUR 35 Mio. würden diese im Zuge einer weiteren Erhöhung der Rentabilität im Konzern ein wesentliches Asset darstellen. Auf Basis des aktuellen DCF-Modelles errechne sich ein Fair Value von EUR 20,3 Mio. für das Unternehmen (EUR 1,30 je Aktie). Hiervon würden EUR 8 Mio. auf SolveDirect sowie EUR 12,3 Mio. auf den verbliebenen Konzern entfallen.

Das Rating der Analysten von Warburg Research für die BRAIN FORCE-Aktie, die jüngst wieder in den Xetra Fließhandel aufgenommen wurde, lautet weiter "kaufen". Das Kursziel werde von EUR 1,25 auf EUR 1,30 erhöht. (Analyse vom 14.04.2011) (15.04.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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