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Analysen - Neuer Markt
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30.07.2002
VIVA Media marktneutral
Independent Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Independent Research stufen die Aktie der VIVA Media AG (WKN 617106) von "übergewichten" auf "marktneutral" zurück.
Das Unternehmen habe heute eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das aktuelle Geschäftsjahr gegeben. Grund seien Sondereffekte, die durch den geplanten Umzug und durch die mögliche Insolvenz des PC-Spieleentwicklers WESTKA, an dem BRAINPOOL zu 60% beteiligt sei, verursacht würden. Die WESTKA-Insolvenz sei wahrscheinlich, was zur vollen Abschreibung in der Bilanz von VIVA führen werde. Zudem bleibe der Werbemarkt anhaltend schwierig. VIVA rechne in 2002 mit +2 bis +3% Zuwachs der Werbeeinnahmen von klassischen Konsumgüterartiklern, die Rückgänge der Werbeeinnahmen durch die Musikindustrie würden sich jedoch kaum kompensieren lassen.
VIVA rechne nun mit einem Umsatz von 109 Mio. Euro und liege damit noch etwas unter den Prognosen der Analysten. Zuvor sei der Konzern von einem Umsatz von 125 Mio. Euro ausgegangen. Im wesentlichen auch bedingt durch die Einmaleffekte sei die ursprünglichen Planzahlen beim EBITDA von 44 Mio. Euro und beim EBIT von 37 Mio. Euro reduziert worden. Nun rechne die Gesellschaft mit einem EBITDA von 26 Mio. Euro und einem EBIT von 15 Mio. Euro.
Bedingt durch die Sondereffekte würden die Analysten ihre Schätzungen reduzieren, nachdem man einen schwächeren Werbemarkt schon einkalkuliert habe. Daher würden sie ihre Schätzung beim Ergebnis je Aktie im aktuellen Jahr auf 0,48 Euro (alt: 0,94) Euro zurücknehmen. Da sich beim Werbemarkt derzeit noch keine wesentliche Besserung zeige, reduziere man auch für 2003 die Schätzung leicht auf 0,38 (0,42) Euro.
Ihr Rating für die VIVA Media-Aktie nehmen die Analysten von Independent Research von "übergewichten" auf "marktneutral" zurück. Generell sei das Unternehmen jedoch gut positioniert. VIVA verfüge über ausreichend liquide Mittel (rund 50 Mio. Euro zum Juni 2002), um seine Expansionsstrategie fortzusetzen. An der Seite des neuen Grossaktionärs AOL Time Warner dürften die Voraussetzungen für eine weitere Internationalisierung gegeben sein.
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