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Analysen - Marktberichte
13.04.2011
Ungarischer Aktienmarkt setzte positive Tendenz fort
Raiffeisen Capital Management

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Wien (aktiencheck.de AG) - Ungarns Wirtschaft wuchs 2010 um 1,2%, vor allem dank höherer Exporte, während die Binnennachfrage schwach blieb, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".

Auch Ungarn profitiere damit vorrangig von der Nachfrage aus dem Ausland, was sich unter anderem in einer robusten Handelsbilanz zeige. Der Ungarischer Forint (HUF) sei im März gegenüber dem Euro die stärkste Währung der Region gewesen, unterstützt vom neuen Fiskalpaket der Regierung, das zu Beginn des Monats präsentiert worden sei. Auch ungarische Anleihen hätten zulegen können, die Renditen seien im Monatsvergleich gefallen. Langfristig erscheine das ungarische Renditeniveau nach wie vor attraktiv. Die Kurse dürften aber volatil bleiben, insbesondere angesichts der noch immer bestehenden Unwägbarkeiten hinsichtlich künftiger Reformen.

Die Zentralbank habe die Zinsen bei der letzten Sitzung unverändert bei 6% belassen. Seit März gebe es einen "neuen" geldpolitischen Rat, nachdem vier der sieben Mitglieder ausgetauscht worden seien. Viele Marktteilnehmer würden sich davon weniger Aufwärtsdruck auf die Leitzinsen und stattdessen sogar eher Zinssenkungen für den weiteren Jahresverlauf erwarten, sofern die Inflation in der zweiten Jahreshälfte zurückgehe. Die jährliche Inflationsrate sei zuletzt nur noch marginal angestiegen.

Der ungarische Aktienmarkt habe seine bislang positive Tendenz seit Jahresbeginn im März fortgesetzt. Unter den großen Titeln habe Magyar Telecom (ISIN HU0000073507/ WKN A0B8TQ) mit über 7% den stärksten Kursanstieg verbucht. (Ausgabe April 2011) (13.04.2011/ac/a/m)


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