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Analysen - Ausland
16.07.2002
Suez neutral
Nord LB

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Die Aktie der Suez S.A. (WKN 852491) ist für den Analysten Heino Hammann von der Norddeutschen Landesbank unverändert eine Halteposition.

Suez habe zum ersten Quartal 2002 relativ gute Umsatzzahlen vorgelegt. Lediglich die Peso-Abwertung in Argentinien habe die Umsätze der dortigen Wasseraktivitäten beeinträchtigt. Der Konzernumsatz in den Kernbereichen sei dabei um fast 10% gestiegen. Der Umsatzanteil, der durch Akquisitionen in den ersten drei Monaten zu Stande gekommen sei, belaufe sich auf 4,5% oder 473 Mio. Euro. Das neuerdings auch bekannt gegebene organische Wachstum habe fast 5% betragen. Die Erlöse, die außerhalb von Frankreich und Belgien generiert worden seien, betragen rund 6,3 Mrd. Euro und machen rund 54,3% der Gesamtumsätze aus.

Zur Deckung der wirtschaftlichen Risiken in Argentinien habe Suez weitere Rück-Stellungen über 500 Mio. Euro gebildet. Das Unternehmen bemühe sich allerdings um Kompensationen von der argentinischen Regierung. Suez behaupte, dass Argentinien Verträge über Wasserversorgungskonzessionen gebrochen habe, als es trotz des starken Verfalls des Pesos gegenüber dem USD die Tarife eingefroren habe. Die Rückstellungen werden den Gewinn im ersten Halbjahr belasten. Bereits in der Bilanz 2001 hätte Suez wegen Argentinien Rückstellungen von über 135 Mio. Euro gebildet. Im letzten Jahr habe das Argentinien-Geschäft bei Suez zwar nur 2,5% des Gesamtumsatzes ausgemacht, aber die Wasserkonzessionen gehören zu den wichtigsten Verträgen, die Suez in Schwellenländern abgeschlossen habe.

Das Researchteam der Norddeutschen Landesbank rechne im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 44,5 Mrd. Euro sowie einem Jahresüberschuss (JÜ) von 1,52 Mrd. Euro. In 2003 sollen die Erlöse auf 47 Mrd. Euro und der JÜ auf 1,63 Mrd. Euro ansteigen.

Die Konzentration auf die Kernbereiche sei nun weitgehend abgeschlossen. Unternehmensstrategisch stehe weiterhin im Mittelpunkt, die internationale Führerschaft in den Sparten Energie, Wasser und Entsorgung weiterzuentwickeln. Zugleich bekräftige Suez das Ziel, in den einzelnen Geschäftszweigen und beim Konzerngewinn je Aktie von 2001 bis 2004 jährlich durchschnittlich ein prozentual zweistelliges Wachstum zu erreichen. Dazu bestehe zwar trotz der Argentinien-Krise eine gesunde Basis, diese Prognosen müssen aber erst durch die nächsten Zwischenergebnisse verifiziert werden.

Das Researchteam der Norddeutschen Landesbank bleibt bezüglich den Suez-Aktien bei "halten".



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