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Analysen - DAX 100
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08.04.2011
GEA Group angestrebtes Margenziel von 12% mittelfristig erreichbar
Oldenburgische Landesbank
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Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgische Landesbank, stuft die GEA Group-Aktie (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) weiterhin mit dem Rating "aufstocken" ein.
Die GEA Group sei weltweit aktiv im Bereich Spezialmaschinenbau mit den Schwerpunkten Prozesstechnik, Komponenten und Anlagenbau und bedient u. a. Kunden aus der Nahrungsmittel- und (petro-) chemischen Industrie sowie aus der Energieerzeugung. Ca. 50% der Umsätze würden mit der Nahrungsmittelindustrie erwirtschaftet und damit profitiere GEA von den wichtigen Megatrends (z.B. Bevölkerungswachstums und steigender Wohlstand in den Emerging Markets), die dann auch automatisch zu einer steigenden Nachfrage nach qualitativ höherwertigen Lebensmitteln führe. Von dem weiterhin hohen Bedarf nach modernen Kraftwerkskapazitäten profitiere GEA ebenso über die Kühlturmsparte.
Als Ergänzung des Produktportfolios sei jüngst das Unternehmen CFS übernommen worden. So entstehe der neue Geschäftsbereich Nahrungsmittelverarbeitung und -Verpackung, der die hier vorhandene Lücke in der Produktpalette von GEA füllen solle. Das Unternehmen habe zudem kürzlich ein Restrukturierungsprogramm durchgeführt, das zusammen mit nachlassendem Preisdruck auf den Absatzmärkten zu einer mittelfristigen Margenverbesserung führen solle.
GEA habe am 07. Februar 2011 vorläufige Ergebnisse für das vierte Quartal sowie für das gesamte Geschäftsjahr 2010 berichtet. Insgesamt seien diese Ergebnisse erfreulich ausgefallen. Die Auftragseingänge hätten im vierten Quartal weiter auf 1,25 Mrd. Euro gesteigert werden können. Der Umsatz habe sich im vierten Quartal um 8% verbessert und so im gesamten Jahr bei 4,42 Mrd. Euro und damit auf Vorjahresniveau gehalten werden können.
Damit seien die Erwartungen des Marktes erfüllt worden. Zudem habe damit das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr auf über 1 gesteigert werden können. Der operative Gewinn habe um 7,2% auf 357 Mio. Euro zugelegt. Damit habe GEA trotz anhaltendem Preisdruck auf den Märkten, die operative Marge auf 8,1% steigern können. Aufgrund dieses guten Ergebnisses schlage der Vorstand eine Erhöhung der Dividende auf 40 Cent je Aktie vor.
Die Stabilisierung setze sich bei GEA weiter fort. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren die Ergebnisse deutlich verbessern könne. Aufgrund der eingeleiteten Restrukturierungen erwarte man, dass sich die Umsatzsteigerungen überproportional auf das Ergebnis auswirken würden. Das Unternehmen sehe sich aufgrund der jüngst berichteten Ergebnisse auf einem guten Weg, das angestrebte Margenziel von 12% mittelfristig, auch inklusive des neuen Geschäftsbereichs Nahrungsverarbeitung und Verpackung, erreichen zu können.
Vor dem Hintergrund der kaum vorhandenen Verschuldung sowie der Fähigkeit des Unternehmens hohe cash-flows zu generieren sei das höhere KGV von 15,1 (auf Basis der Konsensschätzungen für 2011) zu vertreten. Auf Basis der 2012er Schätzung sei hier eine signifikante Verbesserung zu erkennen (KGV 2012e: 11,7).
Die Analysten der Oldenburgische Landesbank bestätigen ihr positives Votum für die GEA Group-Aktie, weiterhin "aufstocken". (Analyse vom 06.04.2011) (08.04.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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