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Analysen - Ausland
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17.03.2011
Vivendi attraktive Dividende, aber nicht mehr
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Christian Hinterwallner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Vivendi (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) mit dem Rating "halten" ein.
Die durchschnittliche Dividendenrendite zwischen 2004 und 2010 habe 6,7% betragen. Für das laufende Gesamtjahr beabsichtige der Konzern hohe EUR 1,40 je Aktie auszuschütten.
Das Medienkonglomerat habe sein EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,2% auf EUR 5,73 Mrd. gesteigert. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn sei um 165% auf EUR 2,2 Mrd. gewachsen.
Das EBITA habe vor allem durch Activision-Blizzard (ISIN US00507V1098/ WKN A0Q4K4) und GVT markant gesteigert werden können. Canal+ (ISIN FR0000125460/ WKN 874543), Maroc Telecom (ISIN MA0000011488/ WKN A0J3AH) und SFR hätten sich mehr oder weniger stabil gezeigt. Lediglich UMG habe starke Rückgänge hinnehmen müssen (EBITA -23,6%). Durch die strukturellen Umwälzungen in der Musikbranche stehe dieser Konzernbereich vor keiner rosigen Zukunft. 2011 beabsichtige das Unternehmen den Gewinn leicht zu steigern. Der Umsatz von Vivendi habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,4% auf EUR 28,88 Mrd. erhöht.
Für SFR werde durch die vierte Mobilfunklizenz (Iliad) der Konkurrenzkampf am französischen Markt weiter angeheizt.
Zuletzt sei Vivendis Wachstum vor allem durch Activision-Blizzard und Canal+ gespeist worden. In naher Zukunft würden die Analysten die Wachstumschancen bei der Videospielbeteiligung und der brasilianischen Tochter GVT sehen. In den anderen Segmenten werde der harte Konkurrenzkampf für Gegenwind sorgen. Auf Konzernebene sei in Summe von einer stabilen aber unspektakulären Geschäftsentwicklung auszugehen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die Vivendi-Aktie mit "halten". (Analyse vom 17.03.2011) (17.03.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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