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Analysen - Ausland
11.03.2011
RHI enttäuscht im vierten Quartal
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die RHI-Aktie (ISIN AT0000676903/ WKN 874182) weiter mit "kaufen" ein.

RHI enttäusche im vierten Quartal, aber zahle erstmals wieder EUR 0,50 Dividende. Während RHI beim Umsatzwachstum überzeugt habe, seien die Gewinne enttäuschend ausgefallen. Dank positiver Nachfrageentwicklung im Stahlbereich und dem Großteil der Kundenindustrien der Industrials Division hätten die Umsätze im vierten Quartal um 19,1% auf EUR 400,9 Mio. zugelegt. Allerdings habe RHI insbesondere in der Stahl Division die steigenden Rohstoffkosten (vor allem Magnesit) nicht wie erwartet an die Kunden weiterreichen können, was vor allem der Konkurrenzsituation geschuldet sei.

Zusätzlich hätten auch Sondereffekte das Ergebnis belastet. Das adjustierte EBIT im 4Q10 habe mit EUR 31,6 Mio. um 5,7% unter dem Vorjahr und das berichtete EBIT mit EUR 29,3 Mio. um 33,2% über dem Vorjahreswert gelegen. Auch die Entwicklung des Cashflow habe enttäuscht. Unter anderem aufgrund steigender Volumen und Rohstoffpreise seien die Vorräte 2010 um rund EUR 150 Mio. gestiegen. Das Unternehmen werde erstmals wieder eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 pro Aktie vorschlagen, was genau der Erwartung der Analysten entspreche.

RHI erwarte Besserung im Jahresverlauf 2011. Die Margen im Stahlbereich sollten auch im ersten Quartal 2011 unter der schleppenden Weitergabe gestiegener Kosten leiden und sich erst im Jahresverlauf 2011 erholen. Die Unruhen in Nordafrika würden dem Unternehmen derzeit rund EUR 5 Mio. Umsatz pro Quartal in der Stahldivision kosten. Trotzdem sei die Umsatz Guidance von 5% Wachstum 2011 bestätigt worden. Das Geschäft in der sehr profitablen Industrials Division solle 2011 um 6 bis 8% zulegen, während in der Stahldivision nur rund 2 bis 3% Umsatzwachstum resultierend aus Preiserhöhungen erwartet würden.

Im ersten Quartal 2011 werde der Umsatz etwa auf Höhe des vierten Quartals erwartet und die operative Marge solle leicht darunter zu liegen kommen (rund 7,5 bis 8%). Der Cashflow solle sich 2011 wieder deutlich bessern, mit leicht positiven Beiträgen aus dem Umlaufkapital. Insgesamt seien die Ergebnisse allerdings enttäuschend gewesen. Das Ertragspotenzial des Unternehmens liege nach Ansicht der Analysten deutlich höher als zuletzt.

Die Analysten der Erste Bank werden in ihrem nächsten Bericht ihre Schätzungen und das Kursziel von derzeit EUR 32 etwas nach unten anpassen, bleiben aber bei ihrer "kaufen"-Empfehlung für die RHI-Aktie. (Analyse vom 11.03.2011) (11.03.2011/ac/a/a)

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