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Analysen - DAX 100
08.03.2011
Sky Deutschland wird endlich profitabel?
DaxVestor

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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "DaxVestor" ist die Sky Deutschland-Aktie (ISIN DE000SKYD000/ WKN SKYD00) weiter eine Turnaround-Story, bei der schon viel Positives im Kurs eingepreist ist.

Was in den USA, Großbritannien und andernorts gut funktioniere, habe sich in Deutschland bislang als Rohrkrepierer erwiesen. Das Geschäftsmodell Pay-TV habe sich aus verschiedenen Gründen nicht durchsetzen können. Der wichtigste Akteur in diesem Bereich sei Sky Deutschland (ehemals Premiere). Hauptanteilseigner Rupert Murdoch, der mit seiner News Corporation (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) einer der größten Medienunternehmer der Welt sei, wolle es jetzt jedoch noch einmal wissen. Sky Deutschland solle nach vielen Jahren in den roten Zahlen endlich die Chance bekommen, profitabel zu werden.

Bislang habe Sky Deutschland versucht, vor allem mit der Bundesliga und anderen Sportevents Kunden zu gewinnen. Auch zukünftig spiele der Sport eine wichtige Rolle. Mit Sky Sport News HD wolle der Konzern einen neuen Sportsender im hochauflösenden HD-Format starten, der rund um die Uhr Sportnachrichten senden solle - Nonstop, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Der Sender solle nicht nur in HD, sondern auch im herkömmlichen Format und für Tablet-PCs und Handys ausgestrahlt werden.

Das Geld für die zum Start notwendigen Informationen komme von Rupert Murdoch, der ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 48 Mio. Euro bereitgestellt habe. Dieses werde im März 2014 fällig. Dieses Datum dürfte wohl auch die Deadline markieren, die Murdoch dem Projekt Sky Deutschland noch gebe. Laufe alles nach Plan, könnte der Sender 2013 in der Gewinnzone landen. Hätten sich die Macher jedoch wieder einmal verschätzt, könnte die Luft dünn werden, denn auch ein Rupert Murdoch werde nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag ein defizitäres Unternehmen durchziehen. Bis 2013 würden zudem auch die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga laufen.

In Großbritannien funktioniere das Geschäft mit dem Fußball gut. Dort gebe es allerdings keine Premier-League im Free-TV. In Deutschland könnte dies ein Knackpunkt sein. Sky Deutschland möchte daher nicht zum billigen Jakob werden und vielmehr durch hochwertige Angebote wie HDTV punkten. Das günstigste Sky-Paket koste 16,90 Euro pro Monat. Sky Deutschland-Chef Brian Sullivan habe bereits klar gemacht, dass dies für ihn die absolute Untergrenze darstelle. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei es zweifelsohne sinnvoll, seine Produkte nicht zu verschleudern.

Ob Sky Deutschland jedoch die Vermarktung gelingen werde, sei die große Unbekannte. Um profitabel zu werden, müsste die Zahl der Abonnenten von derzeit ca. 2,6 Millionen um rund 15 Prozent auf drei Millionen gesteigert werden. 2010 seien 183.000 Abonnenten dazu gekommen, 2009 seien es nur 70.000 gewesen. Solle die Kundenzahl bis Ende 2013 auf drei Millionen gesteigert werden, müssten jährlich rund 130.000 neue Abos dazukommen. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch um einiges höher liegen, da gekündigte Abos ausgeglichen werden müssten. Ein ambitionierter Plan.

Die Sky Deutschland-Aktie ist nach wie vor eine Turnaround-Story, bei der schon viel Positives im Aktienkurs eingepreist ist, so die Experten vom "DaxVestor". (Analyse vom 08.03.2011) (08.03.2011/ac/a/d)

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