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Analysen - Nebenwerte
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07.03.2011
DEAG profitabler mit Klassik
Doersam-Brief
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www.optionsscheinecheck.de
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Gorxheimertal (aktiencheck.de AG) - Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "Outperformer.de.", sieht im "Doersam-Brief", das Kursziel für die DEAG-Aktie (ISIN DE000A0Z23G6/ WKN A0Z23G) bei mindestens 4 EUR.
Turnarounds dauern erstens länger, als man zweitens denkt, so die Experten von "Outperformer.de." Wie oft sei in Börsenmedien in den letzten Jahren angekündigt worden, dass das neue zweite strategische Standbein des Konzertveranstalters DEAG Deutsche Entertainment AG, das Klassiksegment, demnächst richtig greife. Die 9-Monats-Zahlen letztes Jahr hätten es bereits signalisiert. Auch die Unternehmensleitung sei ganz zuversichtlich gewesen, dass DEAG vor einem "sehr starken Schlussquartal" stehen müsste.
Auf einer Investorenveranstaltung habe CFO Christian Diekmann kürzlich vielsagend durchblicken lassen, dass sich die Prognosen erfüllt hätten: "Die Tendenz ist ganz klar: Wir werden immer profitabler." Mit einer kurz zuvor herausgekommenen Studie der DZ Bank, die von 2012er Umsätzen von 132,1 (i.V. 116,7) Mio. EUR und einem EPS von 17 (10) Cent ausgehen würden, könne er sehr gut leben. Würden die Zahlen eintreffen, hätte DEAG beim Umsatz auf jeden Fall einen Rekord eingefahren, der Gewinn sei ebenfalls rekordverdächtig. Von Kursrekorden sei DEAG freilich meilenweit entfernt - zu oft seien früher bereits Gewinne und Turnarounds angekündigt worden.
Aber das Business, das in der Tochter DEAG Classics AG gebündelt sei, habe im Jahr 2010 offensichtlich richtig zu Laufen angefangen. Der starke Fokus auf das sichtbar margenstärkere Klassikgeschäft schlage ein. Anna Netrebko oder David Garrett seien hier unter anderem die Zugpferde. David Garrett habe sich sogar in 2010 mit 3% an DEAG beteiligt. Der Run auf seine immer wieder ausverkauften Konzerte habe ihm wohl die Entscheidung leicht gemacht. Der Klassik-Anteil am Umsatz steige nun ununterbrochen: Im Jahr 2010 dürften es etwa 30% gewesen sein, 2011 würden 35% angepeilt. Bis 2014 laute das strategische Ziel, das sich die Unternehmensleitung selbst verordnet habe: Rund 200 Mio. EUR Umsatz, mit einem Klassik-Anteil von rund 50%.
Die Experten würden DEAG schon eine gefühlte Ewigkeit verfolgen. Aber nun würden viele Eckdaten endlich in den grünen Bereich springen. Und: Das Unternehmen verknüpfe sich immer mehr mit Sony Music Entertainment. Das helfe strategisch - und könnte sogar weitere Begehrlichkeiten Sonys bewirken. Auf dem aktuellen Kurs notiere die Aktie lediglich in etwa auf Höhe des Buchwerts, wobei knapp die Hälfte alleine nur mit Cash unterlegt sein dürfte. Und die neu verhandelte Zusammenarbeit mit Ticketmaster könnte - grob geschätzt - 1 bis 3 Mio. EUR zusätzliches EBIT in die Kassen spülen.
Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "Outperformer.de.", sieht das Kursziel für die DEAG-Aktie bei mindestens 4 EUR. (Ausgabe 526 vom 06.03.2011) (07.03.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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