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Analysen - Ausland
23.07.2002
Endesa neutral
Helaba Trust

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Mario Kristl, Analyst von Helaba Trust, stuft die Aktien von Endesa (WKN 871028) unverändert mit "neutral" ein.

Endesa habe heute per Saldo enttäuschende Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2002 vorgelegt. Demnach habe die Gesellschaft bei Umsätzen von knapp 8,5 Mrd. EUR (+11,8% gg. VJ; Erwartung: 8,8 Mrd. EUR) ein operatives Ergebnis (EBIT) von 1,587 Mrd. EUR (-6,7% gg. VJ; Schätzung: 1,58 Mrd. EUR) erzielt. Das Nettoergebnis habe sich insbesondere dank Buchgewinnen aus dem Verkauf der Stromtochter Viesgo auf 837 Mio. EUR (+10,6% gg. VJ, Prognose: knapp 1,0 Mrd. EUR) belaufen. Aufgrund der Trockenheit (geringerer Anteil der Wasserkraft) sowie der damit einhergehenden höheren Brennstoffkosten (steigender Anteil von gas-, öl- und kohlebefeuerten Kraftwerken) hätten die Spanier insbesondere am heimischen Strommarkt einen deutlichen Einbruch (EBIT Spanien: 754 Mio. EUR; -28,8% gg. VJ; Erwartung: 825 Mio. EUR) verbucht. Gleichzeitig seien die Ergebnisse weiterhin von der Krise in Südamerika (zusätzlicher Rückstellungsaufwand, Währungsverluste per Saldo rund 710 Mio. EUR) geprägt gewesen.

Einzig der v.a. mit der US-Dollarschwäche verbundene Abbau der Verbindlichkeiten - Endesa finanziert die Expansion in Südamerika überwiegend in US-Dollar - habe sich positiv ausgewirkt (geringere Finanzierungskosten). Insgesamt würden die Negativfaktoren wahrscheinlich auch in der zweiten Jahreshälfte belasten, so daß die Gewinnmargen der Gesellschaft weiter leicht unter Druck stehen dürften. Allerdings sollte diese Entwicklung nach dem starken Kursverfall der letzten Wochen mittlerweile im Kurs der Aktie weitestgehend eingepreist sein.

Vor diesem Hintergrund erwarten die Analysten von Helaba Trust unverändert eine marktkonforme Entwicklung des Endesa-Titels.


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