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Analysen - Ausland
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02.03.2011
OMV libysche Unruhen eingepreist, keine weitere Gefahr
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Philipp Chladek, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die OMV-Aktie (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Die OMV sei die größte integrierte Öl- und Gasgruppe in CEE mit einer täglichen Fördermenge von zuletzt 320.000 Fässern pro Tag. OMV halte 51% an der rumänischen Petrom (ISIN ROSNPPACNOR9/ WKN 766152), 95,75% an der türkischen Petrol Ofisi (ISIN TRAPTOFS91E6/ WKN 893075), 36% an Borealis (ISIN CA0997201045/ WKN 865651) und 65% an EconGas. Die größten Aktionäre der OMV seien der österreichische Staat mit 31,5% und IPIC mit 19,2%. Die Gruppe beschäftige ca. 32.000 Personen.
Obwohl die Zahlen des Q4 10 unter den Erwartungen gelegen hätten, würden die Analysten glauben, dass die OMV aufgrund ihres soliden Geschäftsmodells die negativen Effekte der Entwicklungen in Libyen ausgleichen können werde. Sie würden davon ausgehen, dass es einen drei Monate andauernden Produktionsausfall in Libyen geben werde, wodurch die Gesamtproduktion des Jahres 2011 von 320.000 boe/Tag auf 312.000 boe/Tag sinken werde.
Da 20% des Raffinerie-Inputs der OMV Öl aus Libyen sei, würden die Analysten aufgrund ihrer Annahme eines 3-monatigen Produktionsausfalls in Libyen von 10% niedrigeren Raffineriemargen in H1 2011 ausgehen. Im schlimmsten Szenario würden sie einen permanenten Ausfall der libyschen Produktion mit einer negativen Auswirkung auf den fairen Wert von EUR 6,1 annehmen.
Entsprechend des aktuellen Kurses würden sie dieses Risiko allerdings als bereits eingepreist erachten und da OMV neben Tunesien und Libyen keine weiteren signifikanten Investitionen in Produktionsanlagen Nordafrika bzw. den nahen Osten halte, würden sie nur ein sehr begrenztes weiteres Kursrisiko nach unten sehen.
Des Weiteren sollte das Unternehmen stark vom steigenden Ölpreis und verbesserten Raffineriemargen profitieren können. Auch die Segmente Petrochemie sowie Gas sollten sich trotz des weiterhin schwachen Nachfrageniveaus weiterhin gut entwickeln können. Eine Entscheidung in welcher Form neues Eigenkapital aufgenommen werden solle, würden die Analysten nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 11. Mai erwarten.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank senken zwar ihr Kursziel von EUR 36,00 auf EUR 35,00, durch den kürzlich gefallenen Börsenkurs, heben sie jedoch ihre Empfehlung von "halten" auf "kaufen" für die OMV-Aktie. (Analyse vom 02.03.2011) (02.03.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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