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Analysen - Ausland
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28.02.2011
Pfizer neuer CEO - neue Maxime
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Pfizer-Aktie (ISIN US7170811035/ WKN 852009) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.
Im Jahresvergleich sei der Umsatz im vierten Quartal um sechs Prozent auf USD 17,6 Mrd. gestiegen. Allerdings sei das Wachstum wieder hauptsächlich den ehemaligen Wyeth-Produkten zu verdanken. Zum bereits bestehenden 4 Milliarden USD Aktienrückkaufprogramm seien noch weitere 5 Milliarden USD hinzugefügt worden. Pfizer plane noch in diesem Jahr Aktien im Wert von 5 Milliarden zurückzukaufen.
Während im Jahr 2011 noch F&E-Ausgaben (Forschungs- und Entwicklungsausgaben) in der Spanne von USD 8 bis 8,5 Mrd. erwartet würden, sei der Ausblick für 2012 reduziert worden (von USD 8 bis 8,5 Mrd. auf USD 6,5 bis 7 Mrd.). Gründe dafür seien die geplante Fokussierung auf Kernprodukte sowie ein geplanter Verkauf von Sparten mit hohem Risiko und geringer Profitabilität. Trotz der anhaltenden Patentausläufe, der Gesundheitsreform in den USA und der Sparmaßnahmen in Europa habe der US-Konzern im Jahresvergleich den Umsatz in der Pharmasparte um drei Prozent steigern können. Unter anderen hätten Lyrica (Epilepsie), Chantix (Rauchentwöhnung) und Celebrex (Arthrose) ein Wachstum in wichtigen Märkten, vor allem in Japan, verzeichnet.
Der neu ernannte CEO, Ian Read, habe bereits erste Änderungen angekündigt. So wolle das Unternehmen nicht nur seine F&E-Ausgaben bis 2012 senken, sondern auch generell die Fokussierung auf Kernkompetenzen bzw. profitablere Sparten richten. Den Pharmakonzern erwarte ein spannendes Jahr. Zwar laufe im November das wichtigste US-Patent (Lipitor) ab, was dem Unternehmen den Titel größter Pharmakonzern der Welt kosten könnte, doch die durch Zukäufe erreichte Diversifizierung und die vielversprechende Pipeline sollten helfen, den Umsatzverlusten zumindest teilweise zu trotzen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank glauben, dass der Konzern auf dem richtigen Weg ist, allerdings denken sie nicht, dass das Sektorumfeld eine Outperformance zulassen wird, weshalb sie bei ihrer "halten"-Einschätzung für die Pfizer-Aktie bleiben. (Analyse vom 28.02.2011) (28.02.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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