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Analysen - Marktberichte
25.02.2011
Europäische Aktienmärkte überfällige Korrektur hat stattgefunden
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Die schon länger überfällige Korrektur an den europäischen Aktienmärkten hat stattgefunden, so die Analysten der Erste Bank.

Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) sei diese Woche mit -3,6% so stark gefallen wie seit Anfang November 2010 nicht mehr. Der Ausverkauf habe alle 19 Sektoren betroffen. Der Reise- und Freizeitsektor tendiere am stärksten, unter einem hohen Ölpreis zu leiden und sei so um fast 7% gesunken. Auch Rohstoffproduzenten, Banken und Automobilhersteller seien um ca. 6% gefallen. Am besten entwickelt habe sich der defensive Lebensmittelsektor mit einem Minus von nur 1%. Auch Öl- und Gasproduzenten hätten mit -1,3% relative Stärke gezeigt. Dass dieser Sektor trotz des 10% Anstiegs von Brent auf USD 114/Barrel gefallen sei, zeige abermals, dass bei einem sinkenden Gesamtmarkt jeder Sektor generell verliere. Defensive Sektoren würden nur einen "relativen" Schutz in einer Baisse bieten.

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft habe sich zum Jahresende 2010 etwas verlangsamt. So sei das BIP in Q4 um 0,4% gegenüber dem Vorquartal gestiegen, nach Zuwächsen von 0,7% in Q3 und 0,3% im Vorjahresquartal. Die Verbraucherstimmung in Frankreich habe sich im Februar stabilisiert. So habe der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens bei 85 Zählern verharrt.

BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) habe verlautbart, dass 2010 ein Spitzenjahr gewesen sei, in dem Umsatz (+26%) und Gewinn (+223%) deutlich hätten gesteigert werden können. Zudem sei man optimistisch für 2011- die Spitzenwerte des Jahres 2010 sollten signifikant übertroffen werden. Auch Henkel (ISIN DE0006048432/ WKN 604843) habe mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten können. So habe der Umsatz des Konsumgüterkonzerns im Gesamtjahr 2010 mit EUR 15,1 Mrd. um 11,2% über dem Vorjahreswert gelegen. Henkel sei zuversichtlich, sich beim organischen Umsatzwachstum erneut besser als seine relevanten Märkte entwickeln zu können, und erwarte ein organisches Umsatzwachstum innerhalb der Bandbreite von 3 bis 5%.

Die Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) habe 2010 den Gesamtumsatz um 9,3% auf ein neues Hoch von EUR 106,5 Mrd. steigern können. Das operative Ergebnis habe sich um 17% auf EUR 8,24 Mrd. erhöht und damit das obere Ende des Zielkorridors von EUR 7,7 Mrd. übertroffen. Konkurrent AEGON (ISIN NL0000303709/ WKN A0JL2Y) habe hingegen im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von 19% auf EUR 318 Mio. verbuchen müssen. Darüber hinaus habe man mitgeteilt, dass man weitere Staatshilfen in Höhe von EUR 750 Mio. zurückzahlen wolle und dazu 173,6 Mio. Anteilsscheine ausgeben werde.

Die Royal Bank of Scotland (ISIN GB0007547838/ WKN 865142) habe im Geschäftsjahr 2010 einen deutlich geringeren Verlust erzielen können. So habe sich der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust auf GBP 1,13 Mrd. belaufen, gegenüber einem Verlust von GBP 3,61 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Die Crédit Agricole (ISIN FR0000045072/ WKN 982285) habe im vierten Quartal einen Verlust von EUR 328 Mio. erwirtschaftet. Zurückzuführen gewesen sei dies vor allem auf eine Abschreibung in Zusammenhang mit der Beteiligung an Intesa Sanpaolo (ISIN IT0000072618/ WKN 850605). Die Erwartungen seien allerdings geschlagen worden. Im Gesamtjahr habe angesichts geringerer Rückstellungen für Kreditausfälle ein Gewinnzuwachs um 12% verbucht werden können.

Die Deutsche Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) habe im Gesamtjahr 2010 mit einem Vorsteuerergebnis von EUR 315 Mio. wieder in die Gewinnzone zurückkehren können. Im Vorjahr sei ein Vorsteuerverlust von EUR 398 Mio. ausgewiesen worden. Unter dem Strich habe die Deutsche Postbank beim Konzernergebnis einen Gewinn von 138 Mio. EUR verzeichnet.

France Télécom (ISIN FR0000133308/ WKN 906849) habe den Gewinn 2010 deutlich gesteigert. Der Nettogewinn sei um 61% auf EUR 4,88 Mrd. gestiegen. Der Umsatz sei 1,5% auf EUR 45,50 Mrd. geklettert. Bei RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) sei der Umsatz 2010 um 8% auf EUR 50,7 Mrd. gestiegen. Der Gewinn sei allerdings um 7,3% auf EUR 3,3 Mrd. gefallen. Für 2011 rechne der Konzern gegenüber 2010 beim EBITDA mit einem Rückgang von ca. 15%. Repsol (ISIN ES0173516115/ WKN 876845) habe bekannt gegeben, dass sich sein Gewinn im Geschäftsjahr 2010 verdreifacht habe. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen habe sich demnach auf EUR 4,69 Mrd. belaufen. (25.02.2011/ac/a/m)



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