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Analysen - Ausland
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25.02.2011
Telekom Austria präsentiert Ergebnisse für das vierte Quartal 2010
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Vera Sutedja, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) weiterhin mit "halten" ein.
Die Ergebnisse des 4. Quartals 2010 hätten durch einen Restrukturierungsaufwand in der Höhe von 98,0 Mio. EUR und einen Wertminderungsaufwand in der Höhe von EUR 18,3 Mio. im Segment Österreich unter den Analysten- und unter den Marktprognosen gelegen. Die Umsatzerlöse im 4. Quartal seien um 0,9% auf EUR 1.170,8 Mio. gesunken und seien damit leicht über der Analysten- und der Marktprognose gewesen.
Das Segment Österreich habe aufgrund der niedrigeren Preise, der stetigen Reduktion der Festnetzminuten und der regulierungsbedingten weiteren Reduktion der Roaming-Gebühren sowie mobilen Terminierungsentgelten eine 3,1%ige Umsatzsenkung auf EUR 766,9 Mio. gezeigt und damit 65,5% der Gruppenumsätze beigetragen. Das größte internationale Segment Bulgarien habe unter einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sowie hohem Wettbewerbsdruck gelitten. Die Anzahl der Mobilkunden sei um 1,9% auf 5,25 Mio. gesunken, während der Umsatz um 1,5% auf EUR 147 Mio. gefallen sei. Das Segment habe 12,5% der Gruppenumsätze beigetragen.
Das bereinigte EBITDA der Gruppe, d.h. exklusive Restrukturierungs- und Wertminderungsaufwand, sei im 4. Quartal 2010 um 15,2% auf EUR 353,4 Mio. gefallen, was leicht über der Analystenprognose gelegen habe. Das Segment Österreich habe durch geringere Umsatzerlöse und höhere betriebliche Aufwendungen, insbesondere höhere Material- und Marketing-Aufwendungen während der Weihnachtsperiode sowie höhere Stützungen für Smartphones, die stärkste Verminderung des EBITDA gezeigt (-20,3% gegenüber Q4 09). Die Dividende von EUR 0,75 sei innerhalb der Analysten- und der Markterwartung. Der Ausblick für 2011 sei bestätigt worden.
Die Telekom Austria erwarte für dieses Jahr überraschenderweise einen Restrukturierungsaufwand in der Höhe von EUR 200 Mio. für das Segment Österreich. Ungefähr 500 Mitarbeiter sollten zum Bund wechseln, einen Golden Handshake akzeptieren oder in Frühpension (ab einem Alter von 53 Jahren) gehen. Dies entspreche ca. EUR 400.000 Aufwendungen pro Kopf. Die gesamten Restrukturierungsaufwendungen von 2008 bis 2011e für das Segment Österreich würden damit EUR 973,7 Mio. betragen. Obwohl der Jahresüberschuss heute stark negativ beeinflusst werde, sollten sich die zukünftigen Gehaltauszahlungen durch die Restrukturierung deutlich reduzieren.
Die Analysten der Erste Bank behalten ihre "halten"-Empfehlung für die Aktie der Telekom Austria und ihr Kursziel von EUR 11 bei. (Analyse vom 25.02.2011) (25.02.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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