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Analysen - Marktberichte
11.02.2011
STOXX 600 setzte seinen Aufwärtstrend fort
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) setzte auch diese Woche seinen Aufwärtstrend fort und konnte um 0,36% auf 287 Punkte zulegen, so die Analysten der Erste Bank.

Insbesondere Automobilproduzenten seien haussiert (+5%). Aber auch Baufirmen und Versicherungen seien gefragt gewesen (+2%). 16 der 19 Sektoren hätten zulegen können. Öl & Gas-Konzerne (-0,8%) und Lebensmittelproduzenten (-1,5%) seien gefallen. Bankaktien seien nahezu unverändert gewesen (-0,06%).

Der ifo-Index für den Euroraum sei im ersten Quartal 2011 deutlich angestiegen. So sei der Geschäftsklimaindex auf 116,8 Punkte haussiert. Im Vorquartal habe der Index nur bei 107,5 Zählern und im Vorjahresquartal bei 101,3 Punkten gelegen. Damit habe sich das Wirtschaftsklima für den Euroraum zum achten Mal in Folge verbessert.

Die Großhandelspreise in Deutschland seien im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,4% gestiegen. Im Dezember habe die Jahresveränderungsrate +9,5% und im November +7,8% betragen. Insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel seien deutlich teurer gewesen (+71,2%). Gegenüber Dezember seien die Preise für diese Produkte um 5,0% gestiegen.

Auch die Preise von Erzen, Metallen und Metallhalbzeug hätten im Jahresvergleich mit +21,8% deutlich zugelegt. Gleichzeitig gehe der EZB-Rat jedoch weiterhin davon aus, dass die Preisstabilität auf mittlere Sicht gewährleistet bleibe. Im diese Woche vorgestellten Monatsbericht sehe der EZB-Rat weiterhin Belege für einen kurzfristigen Aufwärtsdruck auf die Gesamtinflation, der in erster Linie auf die Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen sei. Seine Einschätzung, dass sich die Preise über die geldpolitisch relevante Frist nach wie vor im Einklang mit Preisstabilität entwickeln würden, bleibe aber hiervon bislang unberührt.

Die beiden Verlierer am Mobiltelefonmarkt würden sich zusammenschließen: Die finnische Nokia (ISIN FI0009000681/ WKN 870737) habe heute bekannt gegeben, dass man seine Smartphones mit Microsofts (ISIN US5949181045/ WKN 870747) Windows-Phone-Plattform ausrüsten werde. Microsofts Betriebssystem werde zwar von Experten als technologisch ausgereift und modern gelobt; von den Verbrauchern sei es bislang allerdings noch nicht auf breiter Front angenommen worden. Googles (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) Betriebssystem Android sei derweil im Begriff, die weltweit wichtigste Software für internetfähige Handys zu werden. Nokia habe erklärt, 2011 und 2012 würden Übergangsjahre für das Unternehmen für den Aufbau der Partnerschaft mit Microsoft. Am Aktienmarkt sei die neue Strategie nicht gut angekommen: Nokia-Papiere seien um 10% abgestürzt.

Alcatel-Lucent (ISIN FR0000130007/ WKN 873102) habe diese Woche um 30% zulegen können. Der Umsatz habe im vierten Quartal mit EUR 4,9 Mrd. um 22% über dem Vorjahreswert gelegen. ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) habe die positive Entwicklung im letzten Quartal fortführen können. Umsatz und Auftragseingang seien deutlich gestiegen. Indes sehe sich der Konzern auf einem guten Weg, seine anspruchsvollen Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) habe im letzten Quartal einen Gewinnanstieg ausweisen können. Der Umsatz sei dabei um 5,9% gestiegen.

Syngenta (ISIN CH0011037469/ WKN 580854) habe 2010 trotz eines leichten Gewinnrückgangs die Erwartungen übertreffen können. Der Umsatz habe mit USD 11,6 Mrd. um 6% zugelegt. Der Werbekonzern Publicis Groupe (ISIN FR0000130577/ WKN 859386) habe gemeldet, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um gut 30% gestiegen sei.

Credit Suisse (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) habe die Erwartungen verfehlt. Der Gewinn habe sich auf CHF 841 Mio. belaufen. Die Konsenserwartungen hätten bei CHF 928 Mio. gelegen. Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) habe im vierten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau verbucht. Die Erwartungen seien damit knapp übertroffen worden. Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) habe im vierten Quartal einen Ergebnisrückgang um 0,3% ausweisen müssen. Bei konstanten Wechselkursen sei der Umsatz um 5,9% gesunken. Zudem habe der Ausblick enttäuscht. (11.02.2011/ac/a/m)



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