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Analysen - Nebenwerte
08.02.2011
SÜSS MicroTec nächster TecDax-Kandidat
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von SÜSS MicroTec (ISIN DE0007226706/ WKN 722670) weiter kaufenswert.

Das Technologieunternehmen aus dem bayrischen Garching habe im vierten Quartal 2010 einen Auftragseingang von rund 50 Mio. Euro erzielt. Ursprünglich habe das Unternehmen für Q4 einen Ordereingang von etwas mehr als 30 Mio. Euro erwartet, nachdem schon die beiden Quartale zuvor mit Auftragseingängen von 50 Mio. Euro und mehr sehr stark ausgefallen seien. "Der erneut hohe Auftragseingang war überraschend und wurde von uns in dieser Form nicht erwartet", sage den Experten Finanzvorstand Michael Knopp im Hintergrundgespräch.

Insbesondere um einiges besser sei die Nachfrage im Bereich Lithographie und im Fotomaskengeschäft verlaufen. "Die Aufträge aus 2010 sind insgesamt auf eine sehr breite Kundenschicht zurückzuführen. Besonders erfreut sind wir nicht nur über die starke Nachfrage aus asiatischen Märkten, sondern auch von Europa und den USA. Diese Märkte haben sich im zweiten Halbjahr spürbar erholt", so Knopp.

Für das Gesamtjahr 2010 bekräftige der Finanzvorstand die Ziele eines Umsatzes von 140 Mio. Euro und eines EBITs zwischen elf und 13 Mio. Euro. Im EBIT seien negative Einmaleffekte im Zuge der Verlagerung des Geschäftsbereichs Substrat Bonder von den USA nach Deutschland im Volumen von 4,5 Mio. Euro enthalten. Ein gegenläufiger Badwill aus der Übernahme und Erstkonsolidierung von HamaTech ergebe in Summe einen negativen Einmaleffekt von rund zwei Mio. Euro. Im Ergebnis je Aktie führe die Bildung von aktiv latenten Steuern zu einem Sonderertrag, der sich mit 24 Cent positiv im EPS niederschlage und somit das EBIT 2010 in etwa dem Nettogewinn entsprechen werde.

Nach eigenen Angaben sei SÜSS MicroTec solide ins neue Jahr gestartet. 2010 habe der Ordereingang bei knapp 190 Mio. Euro gelegen. Mit rund 115 Mio. Euro Orderbestand gehe das Unternehmen ins Jahr 2011. "Wir sind optimistisch und sehen keinerlei Anzeichen von einer Abschwächung unserer Märkte". Dennoch werde sich dem Vernehmen nach der Auftragseingang im Startquartal 2011 auf 30 bis 40 Mio. Euro etwas abkühlen nach den stürmischen Eingängen in den letzten drei Quartalen. "Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir wieder mit steigenden Ordereingängen". Nach den Berechnungen der Experten dürfte SÜSS MicroTec 2011 einen Umsatz von 170 Mio. Euro einfahren. Die EBIT-Marge prognostiziere Knopp in diesem Jahr auf "über zehn Prozent". Das EBIT könnte sich sodann auf knapp 20 Mio. Euro belaufen.

Auch in diesem Jahr sei das Ergebnis durch negative Sondereffekte geprägt. Das seien einerseits erneute Aufwendungen für die Verlagerung des Bereichs Bonder, was mit rund drei Mio. Euro zu Buche schlage. Andererseits würden Nettoabschreibungen von aktivierten Entwicklungsaufwendungen 2011 mit rund zwei Mio. Euro das Ergebnis belasten. Diese würden 2012 erneut anfallen und ab 2013 seien diese Abschreibungen nur noch gering. Ohne diese Effekte würde das Unternehmen in diesem Jahr bereinigt ein EBIT von circa 25 Mio. Euro einfahren.

Das Bonder-Geschäft werde das Ergebnis in diesem Jahr noch mit rund zwei Euro belasten und vermutlich ab 2012 vor dem Break-Even stehen. Der Geschäftsbereich sei hoch spannend. Knopp erwarte, dass im zweiten Halbjahr 2011 die Nachfrage für Substrat Bonder, die notwendig für das Verbinden von Wafern sei, um gestapelte Halbleiter herzustellen, sich positiv im Auftragseingang niederschlage. "Der Bondermarkt war 2009 rund 100 Mio. Dollar groß und soll laut Marktschätzungen sich bis 2013 auf über 500 Mio. Dollar vervielfachen. Unser Marktanteil liegt aktuell bei 25 bis 30 Prozent und unser Ziel ist, diesen Anteil mindestens zu halten", erkläre Knopp.

Da durch die 3D Integration für SÜSS MicroTec ein komplett neuer Markt entstehe, könnte 2013 ein Umsatz von zusätzlich 100 Mio. Euro generiert werden. Mittelfristig werde somit ein Umsatz von circa 250 Mio. Euro erwartet bei EBIT-Margen von circa 15 Prozent. Das Beste: Für das Bonder-Geschäft müsse der Vorstand nicht viel Geld für Investitionen in die Hand nehmen. "Unsere Ausgaben für Investitionen halten sich mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag für 2011 und die Folgejahre stand heute in Grenzen", erkläre der CFO. Sodann werde SÜSS MicroTec zu einer knackigen Free-Cashflow-Maschine trotz steigender Aufwendungen in Forschung und Entwicklung.

Vor fast exakt einem Jahr hätten die Experten die Aktie bei Kursen um 4,30 Euro zum Kauf empfohlen. Aktuell notiere das Papier bei 10,60 Euro. Die Performance von rund 150 Prozent könne sich sehen lassen. Allerdings dürfte die Rally noch längst nicht zu Ende sein. Bereinigt dürfte SÜSS MicroTec das EBIT in 2011 gegenüber 2010 knapp verdoppeln und entspreche bei einem Börsenwert von 180 Mio. Euro lediglich dem siebenfachen EBIT. Das KGV von 15 sei ebenfalls nicht zu hoch.

Zudem sei SÜSS MicroTec der nächste Kandidat für den TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327). Beim Handelsumsatz werde ein Kriterium bereits erfüllt. Das Kriterium der freien Marktkapitalisierung dürfte inzwischen ebenfalls knapp erreicht sein. Entweder wandere das Unternehmen schon im März in den Technologieindex oder spätestens im Herbst.

Die SÜSS MicroTec-Aktie ist jedenfalls weiter kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 08.02.2011) (08.02.2011/ac/a/nw)
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