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Analysen - DAX 100
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03.02.2011
HHLA Umsatz und Ergebnis werden dynamisch zulegen
SRH AlsterResearch
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, bleibt bei seiner Kaufempfehlung für die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848).
Die Terminalbetreiber in Rotterdam, Antwerpen und Bremerhaven beim Wachstum auf die Plätze verwiesen, die bereits herauf geschraubten Ergebnisziele übererfüllt: die HHLA habe auch im Endspurt 2010 noch einmal ungewöhnliche Stärke gezeigt. Als Deutschlands Tor zur Welt und als Drehscheibe für den Handel des Ostseeraums boome der Hafen wieder. An den Terminals der HHLA in Hamburg und im Schwarzmeerhafen Odessa sei 2010 ein um 19,0% höheres Umschlagvolumen mit seewärtigen Containern verzeichnet worden als 2009. Mit 5,85 Millionen umgeschlagenen Standardcontainern (TEU) seien die Erwartungen übertroffen worden (Konsensus zuletzt: 5,75 Millionen TEU; Konsensus Anfang November: 5,53 Millionen TEU; seinerzeitige Prognose AlsterResearch: 5,85 Millionen TEU).
Ergebnisseitig habe die HHLA ein EBIT von 179 Mio. Euro vermeldet (Vorjahr: 148 Mio. Euro; Prognose-Konsensus: 177 Mio. Euro). Die im Herbst vom Vorstand heraufgesetzte Zielgröße habe bei 167 Mio. Euro gelegen.
Die Gesamtjahresdaten hätten umso mehr beeindruckt, als die HHLA in der ersten Jahreshälfte den konjunkturellen Aufschwung noch nicht abgebildet habe, die Hamburger Terminals vielmehr gegenüber dem Wettbewerb zurückblieben seien. Die Schließung von Tollerort, eines der drei Hamburger Container-Terminals, habe bis zur Jahresmitte auf der Unternehmens-Agenda gestanden. Die Wende sei dann manifestiert worden, als die französische Großreederei CMA-CGM mit ihrer neuen Asien-Europa-Linie ab Juli den HHLA-Terminal Burchardkai angesteuert habe.
Der wöchentliche Liniendienst (FAL5, Anlauf u.a. von Ningbo, Shanghai, Le Havre, Hamburg, Rotterdam und Singapur) werde mit jeweils fünf 13.000 TEU-Schiffen der CMA-CGA und des Kooperationspartners Maersk betrieben. Damit sei das Signal gesetzt, dass Hamburgs Hafen die Dynamik des Welthandels auch mit Aufkommen dieser gigantischen Schiffsgeneration mitvollziehen werde, sofern die Elbvertiefung zeitnah in Gang gesetzt werde. Hamburg sei für Liniendienste und deren Auftraggeber erste Wahl; deshalb sei der Geduldsfaden der Reeder hinsichtlich des administrativen Genehmigungsverfahrens zur Fahrrinnenerweiterung auch recht lang.
Die Mengenerholung der HHLA-Terminals habe im März eingesetzt. Habe der mit den Halbjahreszahlen dokumentierte Aufschwung zunächst noch allein aus den anziehenden Abfertigungen von Containerriesen aus Fernost resultiert, so hätten von den Sommermonaten an mit rasanten Zuwächsen auch wieder die kleinen Schiffe für den Feeder-Transit nach Russland, Skandinavien und Polen an den Terminals festgemacht. In Q3 2010 sei ein um 27,9% höheres Umschlagvolumen mit seewärtigen Containern als im Vorjahresquartal verzeichnet worden (+17,3% zu Q2 2010); die Drehscheibenfunktion des Hafens (einschließlich Eurogate) zu Finnland und Russland habe mit Zuwächsen von jeweils 45% (Q3 2010 ggü. Q3 2009) beigetragen.
Den aktuellen Daten sei zu entnehmen, dass sich diese Dynamik in Q4 unvermindert fortgesetzt habe. Der Zuwachs des seewärtigen Umschlags betrage für die HHLA 29,8% zum Vorjahresquartal; zu Q3 sei trotz saisonaler Effekte (Weihnachtsgeschäft bis Oktober weitgehend durch, Winterwetter, Feiertage) nahezu aufgeschlossen worden (Rückgang um lediglich 1,5%). Zugleich sei bei einigen Hinterlanddiensten nicht nur das Vorkrisenniveau erreicht, vielmehr übertreffe der Schienenverkehr mittlerweile viele Rekordwerte des Jahres 2008. Das gelte für einige der Transporte nach Tschechien, die Slowakei und nach Kroatien.
Bei einem Kursziel von unverändert 40 Euro bestätigen die Analysten von SRH AlsterResearch ihr "kaufen"-Anlageurteil für die Hamburger Hafen und Logistik-Aktie. Gerade im 1. Halbjahr 2011 würden Umsatz und Ergebnis dynamisch zulegen. (Analyse vom 03.02.2011) (03.02.2011/ac/a/d)
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