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Analysen - Ausland
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02.02.2011
Palfinger hat Russland und China im Visier
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten unverändert zum Kauf der Aktie von Palfinger (ISIN AT0000758305/ WKN 919964).
Der Kranhersteller habe 2010 ein sattes Umsatzplus um knapp 30 Prozent auf 650 Millionen Euro erzielt. Zum starken Wachstum hätten drei Akquisitionen beigetragen. Rein organisch betrage das Plus ordentliche 20 Prozent, das auf die Erholung des Marktes als auch auf den weiteren Marktausbau zurückzuführen sei. Auf Basis einer Vollkonsolidierung für volle zwölf Monate hätte Palfinger 2010 einen Umsatz von nahezu 700 Millionen Euro erwirtschaftet. Das habe Vorstandschef Herbert Ortner in einem Hintergrundgespräch mit den Experten gesagt. Vor Steuern und Zinsen seien 35 Millionen Euro Gewinn oder eine EBIT-Marge von fünf Prozent erwirtschaftet worden.
Dem Vernehmen nach seien die Salzburger gut ins Jahr 2011 gestartet. "Wir haben gut gefüllte Orderbücher und unser Auftragseingang zieht weiter an". Nach eigenen Angaben verbessere sich auch die Visibilität von Quartal zu Quartal. "Bis in den Sommer haben wir eine solide Visibilität und sehr gutes Wachstum", so Ortner. Der CEO prognostiziere für 2011 ein Wachstum von rund 20 Prozent auf 780 Millionen Euro.
Zur EBIT-Marge habe sich der Firmenchef nicht konkret geäußert. Sie werde sich gegenüber dem Vorjahr merklich verbessern. Nach Erachten der Analysten werde Palfinger 2011 eine operative Marge zwischen sieben und neun Prozent erzielen. Möglicherweise könne zumindest in einem Quartal eine EBIT-Marge von zehn Prozent eingetütet werden. "Ich schließe das nicht aus. Auf Gesamtjahresniveau ist eine Marge von zehn Prozent aber sehr ambitioniert."
Parallel zum organischen Wachstum würden sich die Österreicher intensiv nach weiteren Zukäufen umschauen. "Der Schwerpunkt unserer Akquisitionen liegt in Russland und Asien. Dort insbesondere in China", so Ortner. In Russland schaue sich das Management schon seit rund einem Jahr nach geeigneten Kandidaten um. Der chinesische Markt werde für Palfinger mittelfristig ein riesiger Markt. Je schneller die Löhne im Reich der Mitte anziehen würden, desto eher würden die Produkte des 1932 gegründeten Herstellers hydraulischer Hebe-, Lade- und Handlingsysteme gefragt sein. Laut dem Vorstandsvorsitzenden würden die Objekte der Begierde einen Umsatz zwischen 20 und 30 Millionen Euro erzielen.
Über Zukäufe und weiteres organisches Wachstum dürfte Palfinger 2012 spätestens jedoch 2013 die Umsatzschallmauer von eine Milliarde Euro knacken. In den besten Zeiten habe das Unternehmen eine EBIT-Marge zwischen 14 und 15 Prozent erzielt. "Dort wollen wir wieder hin. In einem normalen Marktumfeld erreichen wir diese Renditen", betone Ortner. Derzeit liege die Auslastung in den Werken bei 75 bis 80 Prozent. Steige die Auslastung in den Werken auf über 90 Prozent an, sei Palfinger auf dem besten Wege die alte Ertragskraft wieder zu erhalten.
Palfinger sei wieder voll da. Das Unternehmen profitiere erheblich vom allgemeinen Aufschwung in der Wirtschaft. Mit einem Börsenwert von 930 Millionen Euro sei das Unternehmen kein Kind von Traurigkeit und mit einem KGV von 18 auch nicht mehr ganz günstig. Dennoch gefalle den Experten das erhebliche Potenzial, die Marge wieder in den zweistelligen Bereich zu heben. Dann dürfte sich das KGV auf unter 13 im Jahr 2012 reduzieren.
Die Experten von "TradeCentre.de" gehen davon aus, dass die Österreicher in der Kapitalisierung bald die Marke von eine Milliarde Euro knacken und empfehlen die Aktie von Palfinger mit einem Kurspotenzial von zehn bis 20 Prozent erneut zum Kauf. (Analyse vom 02.02.2011) (02.02.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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