|
Analysen - Ausland
|
30.12.2010
UniCredit schwaches Ergebnis im dritten Quartal
Hamburger Sparkasse
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie von UniCredit (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) unverändert mit dem Rating "verkaufen" ein.
UniCredit habe ihren Hauptsitz in Mailand und sei im Jahr 1998 durch die Fusion der Credito Italiano Group mit der Unicredito entstanden. 1999 seien zusätzlich zwei weitere Banken in Italien zugekauft worden. In Italien sei UniCredit gemessen an der Bilanzsumme die Nr. 2. Um den Fokus auf Gesamteuropa (Division "New Europe") auszurichten, seien weitere Zusammenschlüsse mit Banken, speziell in Osteuropa erfolgt. Um auch in den USA Marktanteile zu erringen, sei Pioneer Global Asset Management erworben worden.
Zur Stärkung des Heimatmarktes Italien habe UniCredit 2003 das italienische Vertriebsnetz der holländischen ING Group übernommen. In 2005 sei die HypoVereinsbank erworben worden. Neben der Präsenz in Deutschland sei damit die Position in Österreich und Osteuropa deutlich verstärkt worden.
Der in den vergangenen Jahren höchst profitable italienische Heimatmarkt werde wegen der z.B. im Vergleich zu Deutschland schwächeren Konjunkturentwicklung zunehmend zu einer Belastung für UniCredit. Auch die Märkte in Osteuropa würden sich höchst unterschiedlich entwickeln. Neben Erfolgsgeschichten wie Polen und der Türkei gebe es offensichtlich auch schwere Sanierungsfälle, die weitere Abschreibungen auf den Kaufpreis produzieren dürften.
Die Analysten würden weit und breit keinen Treiber innerhalb des Konzerns sehen, der eine deutliche Renditesteigerung erlaube. Deshalb würden sie einen erheblichen Abschlag auf den Buchwert für angemessen halten. Sie würden weiterhin mit Belastungen rechnen und bei ihrem negativen Votum für die Aktie bleiben.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse bewerten die UniCredit-Aktie nach wie vor mit einem "verkaufen"-Rating. (Analyse vom 30.12.2010) (30.12.2010/ac/a/a)
|