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News - Marktberichte
30.12.2010
Börsen in Europa-Schluss: Indizes durchgängig im Minus
aktiencheck.de

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen verzeichneten im Donnerstaghandel deutliche Abschläge. Dabei belastete eine negative Konjunkturmeldung aus China. So fiel dort der Einkaufsmanagerindex im Dezember auf ein Dreimonatstief. Die Nachrichtenlage war insgesamt recht dünn. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor bis Handelsende 1,20 Prozent auf 2.807,04 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) fiel indes um 1,50 Prozent auf 2.600,90 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) gab um 0,92 Prozent nach auf 697,47 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen tendierten im Minus.

Nachrichten gab es heute insbesondere aus Frankreich. Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) hat den angekündigten Markteintritt in Indien vollzogen. So wurde in Neu-Delhi der erste Großhandelsmarkt unter dem Namen Carrefour Wholesale Cash & Carry eröffnet. Wie der Carrefour CEO Lars Olofsson ankündigte, ist dies der Auftakt zur Eröffnung weiterer Cash & Carry Stores. Der Titel verschlechterte sich um 1,8 Prozent. ArcelorMittal (ISIN LU0323134006/ WKN A0M6U2) hat indes die Annahmefrist für das Übernahmeangebot für den kanadischen Eisenerzkonzern Baffinland Iron Mines (ISIN CA0566201079/ WKN A0BMDS) verlängert. Unternehmensangaben zufolge läuft die Frist nun bis 11:59 p.m. (Toronto time) am 10. Januar 2011. Der Anteilsschein von ArcelorMittal verbilligte sich um 0,6 Prozent. Ferner will das Land Berlin bereits im Januar 2011 Verhandlungen mit dem Versorger RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) über einen Erwerb deren Anteile an den Berliner Wasserbetrieben (BWB) starten. Der Mitgesellschafter, der Umweltservice-Konzern Veolia Environnement (ISIN FR0000124141/ WKN 501451) will sich aber weiterhin nicht von seinen BWB-Anteilen trennen. Beide Konzerne halten jeweils 24,95 Prozent der BWB-Anteile, die übrigen 50,1 Prozent besitzt das Land. Die Aktie von Veolia Environnement gab insgesamt um 0,6 Prozent nach. Der Militärtransporter A400M des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) steht einem Medienbericht von gestern zufolge kurz vor der Serienproduktion. So hat das Airbus-Werk in Bremen den Rumpf für das letzte Testflugzeug "Grizzly 5" fertig gestellt. In den nächsten Tagen werde es nun zur Endmontage nach Sevilla ausgeliefert. Die Unternehmenssprecherin Nina Ohlerich wurde mit den Worten zitiert, dass dies der Auftakt zur Serienproduktion sei. Künftig sollen in Bremen sieben Rümpfe parallel hergestellt werden. Das Papier von EADS verlor 0,8 Prozent an Wert. Ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren standen in Frankreich die Aktien von STMicroelectronics mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent, während am Indexende Air Liquide um 1,8 Prozent nachgaben.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Schweiz hat sich im dritten Quartal 2010 nach Angaben der Schweizerischen Nationalbank vergrößert. Demnach erhöhte sich der Aktivsaldo auf 21,2 Mrd. Schweizer Franken (CHF), nach 19,0 Mrd. CHF im zweiten Quartal 2010 und 16,2 Mrd. CHF im Vorjahresquartal. Hierbei schrumpfte der Handelsbilanzüberschuss von 4,7 Mrd. CHF im Vorquartal auf nunmehr 4,1 Mrd. CHF. Daneben sank der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz von 13,2 Mrd. auf 11,2 Mrd. CHF. Im SMI notierten alle Werte in der Verlustzone. Am kleinsten fiel das Minus bei Julius Baer aus. Diese Aktie verlor 0,5 Prozent an Wert. Am Indexende gaben Papiere der Lonza Group um 3 Prozent nach. Auch der FTSE 100 gab deutlich ab und ging mit einem Minus von 0,42 Prozent aus dem Handel.

Das Leistungsbilanzdefizit in Spanien ist im Oktober 2010 nach Angaben der spanischen Notenbank gesunken. Demnach schrumpfte der Passivsaldo auf 2,7 Mrd. Euro, nachdem er im Vorjahresmonat noch bei 4,9 Mrd. Euro gelegen hatte. Hierbei fiel das Handelsbilanzdefizit binnen Jahresfrist von 3,5 Mrd. auf nun 3,2 Mrd. Euro, wogegen der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz von 2,3 Mrd. auf 3,0 Mrd. Euro anwuchs.

Der Anstieg der italienischen Erzeugerpreise hat sich im November 2010 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat beschleunigt. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Erzeugerpreise um 4,0 Prozent, während im Oktober eine Preissteigerung von 3,8 Prozent ermittelt worden war. Auf Monatssicht erhöhte sich das Preisniveau um 0,4 Prozent, gegenüber einem Preisrückgang um 0,1 Prozent im Oktober.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.807,04 (-1,20 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.600,90 (-1,50 Prozent) EURONEXT 100: 697,47 (-0,92 Prozent) FTSE 100 (London): 5.971,01 (-0,42 Prozent) CAC40 (Paris): 3.850,76 (-1,03 Prozent) MIB (Mailand): 20.173,29 (-1,45 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.859,10 (-1,23 Prozent) SMI (Zürich): 6.436,04 (-1,99 Prozent) ATX (Wien): 2.904,47 (-1,26 Prozent) (30.12.2010/ac/n/m)


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