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Analysen - DAX 100
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21.12.2010
HOCHTIEF Übernahmepoker nähert sich dem Ende
Hamburger Sparkasse
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www.optionsscheinecheck.de
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Hamburger Sparkasse, Ingo Schmidt, stuft die HOCHTIEF-Aktie (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) weiterhin mit dem Rating "verkaufen" ein.
Das Essener Unternehmen zähle mit rund 65.000 Mitarbeitern und einer Leistung von 20,7 Mrd. EUR (2009) zu den größten Baukonzernen der Welt. HOCHTIEF sei über Tochtergesellschaften seit Jahrzehnten sehr stark in Nordamerika (Turner) und Australien (Leighton (ISIN AU000000LEI5/ WKN 856187)) engagiert. Das Leistungsspektrum umfasse die Planung, Finanzierung sowie das Bauen und Betreiben von Projekten jeder Größenordnung. Es bestünden Engagements bei privatwirtschaftlich finanzierten öffentlichen Infrastrukturprojekten wie Mautstraßen, Tunnel und Brücken (PPP-Geschäft). Darüber hinaus würden Beteiligungen an mehreren Flughäfen (u. a. Hamburg, Athen) gehalten. Seit mehreren Jahren sei HOCHTIEF auch in den Wachstumsmärkten Osteuropas vertreten.
Das Übernahmeangebot von ACS (ISIN ES0167050915/ WKN A0CBA2) habe der HOCHTIEF-Aktie, die nach wie vor zu den schwächeren MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741)-Werten dieses Jahres gehöre, zuletzt deutliche Zugewinne beschert. Der ursprüngliche Kurstreiber, die australische Tochter Leighton, habe im gleichen Zeitraum mehr als 15% an Boden eingebüßt, sodass davon auszugehen sei, dass der Kurs ohne Übernahmeofferte wesentlich tiefer notieren würde. Die Analysten würden erwarten, dass es ACS gelinge, auf mehr als 30% der Aktien zu kommen. Anschließend dürfte keine Eile bestehen, diesen Anteil über weitere Käufe über die Börse zu erhöhen.
Das Kurspotenzial scheint damit endgültig ausgereizt, sodass die Analysten der Hamburger Sparkasse zum Verkauf der HOCHTIEF-Aktien raten. (Analyse vom 21.12.2010) (21.12.2010/ac/a/d)
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