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21.12.2010
Presse: MAN - Ferrostaal muss Hoffnungen auf baldiges Ende der Korruptionsaffäre begraben
aktiencheck.de

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München (aktiencheck.de AG) - Die Beteiligung Ferrostaal des Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbaukonzerns MAN SE (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) muss Presseangaben zufolge ihre Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Korruptionsaffäre begraben.

Wie das "Handelsblatt" am Dienstag berichtet, wird die Staatsanwaltschaft München entgegen der Erwartung das laufende Verfahren gegen den Industriedienstleister vorerst nicht einstellen. Der Grund sei die ungeklärte Eigentümerfrage.

Laut der Zeitung haben sich der frühere Mutterkonzern MAN und der arabische Mehrheitseigner IPIC über die Frage zerstritten, wie viel Geld Ferrostaal noch wert ist. IPIC verlange einen kräftigen Abschlag beim Kaufpreis, da durch die Korruption einige Firmen wie Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) oder ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) ihre Partnerschaft eingefroren hätten. MAN soll zudem für die direkten finanziellen Folgen der Korruptionsvorwürfe geradestehen, hieß es.

Der MAN-Konzern hatte Anfang 2009 zunächst 70 Prozent an den arabischen Staatsfonds verkauft, zu Beginn dieses Jahres sollten die restlichen 30 Prozent folgen. IPIC wollte den Restanteil jedoch nicht übernehmen und stellt das gesamte Geschäft in Frage, nachdem sich Ferrostaal mit schweren Korruptionsvorwürfen konfrontiert sieht.

Die Aktie von MAN notiert derzeit mit einem Plus von 1,22 Prozent bei 93,43 Euro. (21.12.2010/ac/n/a)


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