Logo
Analysen - Marktberichte
17.12.2010
Goldpreis bei 5.000 US-Dollar theoretisch möglich
Rohstoff-Report

www.optionsscheinecheck.de

München (aktiencheck.de AG) - Wir trauen es Gold eher zu einmal auf ein "paar Tausend Dollar" zu steigen - das Potenzial bei Öl ist durch die Zahlungsbereitschaft der Volkswirtschaften begrenzt, das Potenzial der Agrarrohstoffe durch die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher - bei den Industriemetallen limitiert das, was die Industrie zahlen kann - bei Edelmetallen gibt es keine theoretische Obergrenze, so die Experten von "BörseGo" in ihrem "Rohstoff-Report".

Zum Beispiel halte man das Argument der kanadischen Investmentbank CIBC für sehr schlüssig, dass der Auslöser für die Finanzkrise (nicht deren Ursache) ein Ölpreis von jenseits der 140 US-Dollar und der dadurch ausgelöste massive Vermögenstransfer von Öl konsumierenden zu Öl produzierenden Ländern gewesen sei. Insofern mache es Sinn, bei allen Rohstoffen außer bei Edelmetallen zyklisch Gewinne mitzunehmen, wenn sie sich zu weit nach oben von ihren langjährigen Durchschnitten abgesetzt hätten, und Rohstoffe nachzukaufen, die zu sehr nach unten von ihren langjährigen Durchschnitten abweichen würden.

Es biete sich also an, zunächst einmal zu prüfen, welche Rohstoffe gerade teuer, welche günstig seien. Als langfristigen Durchschnitt habe man eine EMA 100 im Monatschart gewählt - also eine exponentiell gewichtete gleitende Durchschnittslinie, deren Basis die Kursdaten von 100 Monaten seien.

Der teuerste Agrarrohstoff sei - wenig verwunderlich bei Preisen, die zuletzt während den Sezessionskriegen zu sehen gewesen seien - derzeit der teuerste Agrarrohstoff überhaupt, wenn man seinen Abstand von der EMA100 im Monatschart betrachte. Mit einem Mittelwert von 175% sei der Agrarsektor der derzeit teuerste Rohstoffsektor.

Der Agrarsektor sei interessanterweise auch der Sektor, dem Vermögensverwalter und andere institutionelle Investoren in einer Barclays (ISIN GB0031348658/ WKN 850403)-Investorenkonferenz im Jahr 2009 am meisten Kurspotenzial zugetraut hätten. Den Investoren sei die Frage gestellt worden: "Welchen Rohstoffen trauen Sie 2010 das höchste Kurspotenzial zu?" Zucker und Gold – und bemerkenswerterweise auch Silber - hätten Investoren kaum bzw. gar nicht auf ihrer Agenda gehabt.

Trotz der neuen Rekordpreise bei Kupfer seien die Industriemetalle allesamt moderat bewertet und mit einem Mittelwert von 41% nur etwas teurer als Energierohstoffe. Selbst der Abstand von Kupfer zum langjährigen Schnitt sei mit 66% noch moderat verglichen mit den Agrarrohstoffen, die teilweise schon über 200% über den langjährigen Durchschnitten notieren würden.

Barclays habe auch 2010 eine Umfrage unter institutionellen Investoren über die ihrer Meinung nach interessantesten Rohstoffe für das Jahr 2011. Kupfer stehe ganz oben auf der Liste.

Obwohl Palladium mit einer Performance seit Jahresbeginn von rund 80% das Silber (+75%) habe überholen können, sei Silber im Kontext des 100-Monate-Durchschnitts sehr teuer. Eine Barclays-Investorenkonferenz habe 2010 auch in Barcelona stattgefunden. Die dort anwesenden institutionellen Investoren würden 2011 als das Jahr der Platingruppenmetalle ansehen. (Ausgabe 25 vom 16.12.2010) (17.12.2010/ac/a/m)



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de