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Analysen - Nebenwerte
15.12.2010
Seven Principles Quartalsumsatz erstmalig über 20 Mio. EUR
GBC AG

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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Für die Analysten der GBC AG Philipp Leipold und Cosmin Filker ist die Aktie von Seven Principles (ISIN DE0005941546/ WKN 594154) weiterhin attraktiv bewertet und besitzt ein Potenzial von über 30%.

Die Seven Principles AG habe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2010 von einer hohen Nachfrage sowohl bei Bestands- als auch Neukunden profitiert und gegenüber dem IT-Markt ein überproportionales Wachstum verzeichnen können. Die Umsatzerlöse hätten in den ersten neun Monaten 2010 um 16,9% auf 57,35 Mio. EUR deutlich gesteigert werden können. Rund 70% (VJ: 75%) der Umsätze seien dabei auf die Branche Telekommunikation entfallen. Insgesamt habe die Gesellschaft rund 60 Neukunden im bisherigen Jahresverlauf gewinnen können.

Im abgelaufenen dritten Quartal 2010 habe der Umsatz mit 20,51 Mio. EUR erstmalig über der Schwelle von 20 Mio. EUR gelegen, was gleichzeitig einen Umsatzrekord auf Quartalsebene darstelle. Gegenüber dem Vorjahresquartal hätten die Umsätze im dritten Quartal 2010 damit um 26,6% signifikant gesteigert werden können. Die dynamische Umsatzentwicklung sei mit der Einstellung von rund 100 neuen Mitarbeitern auf nun rund 520 einhergegangen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe ebenfalls deutlich verbessert werden können. Die EBITDA-Marge habe sich von 3,12% in 2009 auf 5,13% nach den ersten drei Quartalen 2010 erhöht, so dass sich das EBITDA auf 2,94 Mio. EUR (VJ: 1,53 Mio. EUR) belaufen habe. Im dritten Quartal 2010 habe die EBITDA-Marge bei hervorragenden 6,78% gelegen. Mit einem EBITDA in Höhe von 1,39 Mio. EUR habe Seven Principles hier einen weiteren Rekordwert erreichen können.

Das operative Ergebnis habe dabei keinerlei Sondereffekte beinhaltet und sei rein auf das operative Geschäft zurückzuführen. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen in Höhe von 0,55 Mio. EUR, eines annähernd ausgeglichenen Finanzergebnisses sowie einer Konzernsteuerquote von 31,7% habe sich der Periodenüberschuss auf 1,58 Mio. EUR (VJ: 0,82 Mio. EUR) belaufen.

Dank der im November 2010 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung hätten sich die bilanziellen Relationen von Seven Principles weiter verbessert. Im Rahmen der Kapitalmaßnahme sei der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös von mehr als 2,2 Mio. EUR zugeflossen. Bereits vor der Kapitalerhöhung seien die finanziellen Verhältnisse mit einer Eigenkapitalquote von über 50% und einer positiven Nettoliquidität als gesund zu bezeichnen gewesen.

Allerdings habe das dynamische Wachstum in den ersten neun Monaten 2010 auch einen höheren Working Capital Bedarf zur Folge, so dass der operative Cash Flow mit -2,20 Mio. EUR negativ ausgefallen sei. Vor dem Hintergrund des bereits in Aussicht gestellten Umsatzwachstums im kommenden Geschäftsjahr 2011 und den damit erwarteten einhergehenden weiteren Anstieg des Working Capitals werte man die zusätzliche Stärkung der Eigenkapitalbasis als strategisch sinnvoll.

Man gehe davon aus, dass sich der positive Trend sowohl im Schlussquartal 2010 als auch im kommenden Geschäftsjahr 2011 fortsetze. Für das Gesamtjahr 2010 rechne man mit Umsätzen auf Konzernebene von 77,00 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 16,8% gegenüber 2009 entspreche. Das EBITDA für 2010 sehe man bei 3,91 Mio. EUR bzw. die EBITDA-Marge bei 5,08%. Die derzeitige EBITDA-Prognose von 3,80 Mio. EUR sollte damit nach Einschätzung der Analysten leicht übertroffen werden können.

Bei erwarteten Abschreibungen von 0,72 Mio. EUR sowie einer Steuerquote von 30% sollte der Jahresüberschuss für 2010 bei 2,18 Mio. EUR liegen. Für die Berechnung des Gewinns je Aktie (EPS) habe man die nach der Kapitalerhöhung ausstehende Aktienanzahl von 4,03 Mio. berücksichtigt. Folglich liege der Gewinn je Aktie für das laufende Geschäftsjahr 2010 erwartungsgemäß bei 0,54 EUR.

Nach der eindrucksvollen operativen Entwicklung in den letzten Quartalen seien die Analysten zuversichtlich, dass der Schwung auch ins kommende Geschäftsjahr 2011 mitgenommen werden könne. Ihre Umsatzschätzung für 2011 sehe einen weiteren Anstieg um 6,5% auf dann 82,00 Mio. EUR vor. Die EBITDA-Marge sollte in 2011 leicht ansteigend auf 5,44% verlaufen. Dieser Wert sei im Branchenvergleich als durchschnittlich zu beschreiben und sollte daher auch gut zu erreichen sein. Das EPS für 2011 erwarte man bei 0,64 EUR.

Die operative Entwicklung der Seven Principles AG sei als durchaus bemerkenswert zu charakterisieren. So sei es der Gesellschaft in den vergangenen sieben Quartalen gelungen, stets ein positives EBITDA zu erzielen. Dies sei mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Ergebnisqualität und einer beständig gestiegenen EBITDA-Marge einhergegangen.

Der Umsatzzuwachs von knapp 17% liege deutlich über dem Marktwachstum und sei auf eine gute Auslastungsquote der Beratungsmannschaft aufgrund einer erfolgreichen Neukundengewinnung sowie einer hohen Nachfrage von Bestandskunden zurückzuführen. Die beständige Ertragshistorie folge damit der Analysteneinschätzung, dass sich der Wahrnehmungsgrad der Seven Principles AG im Rahmen von Ausschreibungen bei Großprojekten in den letzten beiden Jahren erheblich erhöht habe.

Die aktuelle Bewertung der Gesellschaft erscheine in den Augen der Analysten auch nach dem jüngsten Kursanstieg weiterhin attraktiv. Die Gesellschaft sei mit einer Eigenkapitalquote von über 50% bilanziell gut aufgestellt. Bei einer nunmehr ausstehenden Aktienanzahl von 4,03 Mio. belaufe sich das KGV für 2011 auf rund 8,4.

Damit ist Aktie von Seven Principles nach Ansicht der Analysten der GBC AG weiterhin attraktiv bewertet und sie sehen ein Potenzial von mehr als 30%. (Best of Software/IT/Medienstudie vom 07.12.2010) (15.12.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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