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Analysen - Ausland
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16.12.2010
Schindler alles andere als langweilig
FOCUS-MONEY
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www.optionsscheinecheck.de
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München (aktiencheck.de AG) - Den Experten von "FOCUS-MONEY" zufolge, kennt die Aktie von Schindler (ISIN CH0024638196/ WKN A0JEHV) nur eine Richtung - nach oben.
Mit einer Kursverdopplung seit Anfang 2009 zähle die Aktie des Schweizer Gebäudeausstatters zu den Superstars an der Schweizer Börse. "Die Musik spielt in der Asien-Pazifik-Region und in Lateinamerika", bestätige Macquarie-Analyst Beat Fueglistaller. "Alle Konzernbereiche - ob Neu-, Instandhaltungs- oder Wartungsgeschäft - tragen zum Wachstum bei." Konzernchef Jürgen Tinggren habe bereits zum dritten Mal in diesem Jahr die Gewinnprognose nach oben geschraubt. Es sei nun "mit einem Konzernergebnis leicht über Vorjahr" zu rechnen. Zu Beginn des Jahres habe er noch mit einem Gewinn unter dem 2009er-Rekord gerechnet.
Die Branche wachse ungeachtet aller Unsicherheiten über die Dauer des globalen Aufschwungs stärker als gedacht. Vor allem in Indien und China, wo in den nächsten Jahren Tausende von Infrastrukturprojekten wie Flughäfen, Bahnhöfe und U-Bahnen anstünden. Hinzu komme der Boom am Wohnungsmarkt.
Selbst im Krisenjahr 2008 sei der weltweite Markt für Lifte und Rolltreppen auf rund 33 Mrd. Dollar geklettert. Mitsubishi Electric (ISIN JP3902400005/ WKN 856532), der fünftgrößte Hersteller, prognostiziere bis 2016 einen Anstieg des Volumens um 30%.
Ende August habe Schindler den Zuschlag für ein Eisenbahn-Ausbauprojekt aus China erhalten. Schindler liefere 353 Rolltreppen für insgesamt 17 Bahnstationen.
Nach zuletzt rückläufigen Umsätzen in der Kernsparte "Aufzüge und Rolltreppen" kündige sich nun eine Trendwende bei dem Schweizer Unternehmen an. Mit einem Auftragswert von 6,5 Mrd. Schweizer Franken stünden schon 75% des von Macquarie für 2011 geschätzten Jahresumsatzes in den Büchern. Zudem werde der Konzern immer profitabler. Zum einen sei dies auf Effizienzsteigerungen und Kostenkontrollen, zum anderen auf das lukrative Wartungsgeschäft, das einen immer größeren Anteil am Gesamtumsatz ausmache, zurückzuführen. Gemäß dem Unternehmen solle der Gewinn in zwei bis drei Jahren auf 900 Mio. Franken und die EBIT-Marge im Kerngeschäft auf 14% klettern.
Mit einem Kursziel von 92 Euro gehöre UBS schon zu den Mutigsten. Doch bislang habe es die Aktie immer geschafft, die Prognosen der Analysten zu toppen.
Da an der deutschen Börse nur wenige Aktien gehandelt werden, ordern Anleger die Schinder-Aktie in der Schweiz, so die Experten von "FOCUS-MONEY". Ein Stoppkurs werde bei 74,50 Euro empfohlen. (Ausgabe 51) (16.12.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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