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Analysen - Nebenwerte
16.12.2010
XING auf der Überholspur
Geldanlage-Report

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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" ist die Aktie von XING (ISIN DE000XNG8888/ WKN XNG888) ein klarer Kauf.

In den USA sei das Internetfieber weiter in vollem Gange. Das eigentlich Unfassbare sei geschehen: Die Local Shopping-Site Groupon, die erst rund zwei Jahre existiere und ein sensationell hohes Übernahmeangebot von Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar erhalten habe, habe Selbiges abgelehnt. Ob größenwahnsinnig oder strategisch clever sei mal dahin gestellt. Fakt sei: Die Bewertungsniveaus für erfolgsversprechende Internet-Newcomer würden gerade explodieren.

Die ebenfalls in der letzten Ausgabe angesprochenen China-Internet-IPOs an der NASDAQ hätten einen nicht minder beeindruckenden Börsenstart aufs Parkett gelegt. DangDang (ISIN US26833A1051/ WKN A0YJWS), die chinesische Amazon.com (ISIN US0231351067/ WKN 906866), habe sich vom Ausgabepreis bei 16 US-Dollar in den ersten Handelstagen glatt verdoppelt. Youku.com (ISIN US98742U1007/ WKN A1CWAY), ein chinesischer Youtube-Verschnitt, habe sich in der Spitze sogar vervierfacht.

Höchste Zeit für uns also, die XING-Empfehlung vom Oktober zu aktualisieren. Denn auch die Aktie des deutschen Internet-Netzwerk-Spezialisten gebe kräftig Gas.

Am 8. Oktober hätten die Experten den Lesern geraten, die Aktie aufgrund der vielversprechenden charttechnischen Konstellation bei einem Sprung über die Marke von 30 Euro zu kaufen. Das sei inzwischen längst gelungen. Am Freitag habe das XING-Papier bei 35,75 Euro geschlossen. Wer der Empfehlung der Experten gefolgt sei, liege damit schon fast 20 Prozent im Plus.

Das dürfte aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn die allgemein zuletzt drastisch gestiegenen Bewertungsniveaus im Bereich Local Internet sollten sich auch weiter positiv auf XING auswirken.

Der neueste Entwicklungsschritt sei Folgender: XING habe den Online-Eventmanager und Ticketing-Spezialisten Amiando für 5,1 Millionen Euro übernommen. Bis zu weitere 5,25 Millionen Euro seien dann je nach Erreichung bestimmter Ergebnisziele bis zum 31. März 2013 fällig.

XING decke damit nun im Markt für Online-Eventmanagement die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Transaktion unterstreiche das hohe Vermarktungspotenzial, das XING über seine zehn Millionen Kunden besitze und das nach und nach aktiviert werde.

Bereits im letzten Jahr habe sich die Einführung einer Online-Stellenbörse als großer Erfolg erwiesen.

Der US-Konkurrent LinkedIn habe im November gemeldet, dass man sich in Richtung Marktplatz für Produkte entwickeln werde. Mitglieder hätten dort nun die Möglichkeit, Produkte zu empfehlen. Der Hintergrund: Empfehlungen von Arbeitskollegen würden andere Nutzer am meisten trauen.

Diese Beispiele würden zeigen: Das Monetarisierungspotenzial der eigenen beruflichen Networking-Plattform habe XING bisher erst im Ansatz ausgeschöpft. Folglich bestehe hier noch enormes Wachstumspotenzial. Der in meiner letzten Analyse bemängelte Größennachteil im Vergleich zu LinkedIn relativiere sich dadurch.

Besonders augenscheinlich werde die Attraktivität von XING, wenn man das Bewertungsniveau mit den horrenden Summen vergleiche, die in den USA für Internet-Networking-Unternehmen bezahlt würden.

Mit einem 2010er KGV von 24, einem 2011er KGV von 17 und einem Kurs/Umsatz-Verhältnis für 2011 von exakt drei habe der Internet-Hype in den USA in der fundamentalen Bewertung von XING noch keinerlei Spuren hinterlassen.

XING gehöre zu den spannendsten Internet-Aktien in 2011. Das Unternehmen habe noch enormes Entwicklungspotenzial. Das Bewertungsniveau sei weiter sehr attraktiv.

Die XING-Aktie ist ein klarer Kauf, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 16.12.2010) (16.12.2010/ac/a/nw)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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