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Analysen - Ausland
09.12.2010
CEZ eine der attraktivsten Power Utility-Investitionen in Europa
Minerva Investments

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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Minerva Investments" raten zum Kauf der CEZ-Aktie (ISIN CZ0005112300/ WKN 887832).

Tschechiens Energie Regulierer (ERO) empfehle eine Energiepreiserhöhung von ca. 5% für 2011. ERO habe Ende November bekannt gegeben, dass die Energiepreise für private Haushalte und Industrie in 2011 im Schnitt um 4,6% bzw. 5,2% steigen sollten. Der neue Tarif sei abhängig von der Zustimmung des Senats, der die Kohlendioxydsteuer für Erzeuger (Stormsteuer dzt.: CZK 28,30/MWh, Rückerstattungen in 2011-12 möglich) und Solarproduzenten (dzt. 26% Sondersteuer) festlege. Die Tariferhöhung sei bereits vom Abgeordnetenhaus genehmigt worden; eine Entscheidung des Senats werde vor dem 13. Dezember erwartet. Sollte die neue Steuer nicht genehmigt werden, erwarte ERO, dass die Preise für private Haushalte um 11,2% und für die Industrie um 14,5% steigen würden.

Eine Zustimmung des Senats sei aber wahrscheinlich, da Přemysl Sobotka (Präsident des Senats) in Interviews bereits bekannt gegeben habe, dass eine zu starke Energiepreiserhöhung ausgeschlossen werden solle. Der Senat habe die Wahl zwischen: a) Zustimmung oder Nichtbehandlung der Vorlage - was einer Zustimmung gleichkomme; oder b) Ablehnung des neuen Gesetzes (es würde zu einer neuerlichen Abstimmung im Abgeordnetenhaus kommen).

Die Empfehlung von ERO sei für die Experten keine große Überraschung und liege ebenfalls im Rahmen der Erwartungen mit dem Regierungsvorschlag, die Energiepreise nicht höher als etwa 5,5% im kommenden Jahr steigen zu lassen. Nach aktueller Lage beurteilen die Experten von "Minerva Investments" die Auswirkungen für CEZ als neutral. Der Regierungsplan sehe für 2011-12 vor, Anreize für erneuerbare Energie über die Besteuerung der Stromerzeuger (hauptsächlich CEZ) und Solarproduzenten zu finanzieren, anstatt den Endverbraucher zu belasten. Eine Entscheidung über freie CO2-Kontingente über 2013 hinaus werde frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2011 zu erwarten sein und bis dahin die Aktienpreisentwicklung von CEZ etwas dämpfen.

Die Experten würden aber davon ausgehen, dass auch für den Zeitraum 2013-20 Rückerstattungen für die CEZ genehmigt würden und sähen in den Aktien ein attraktives Investment, da sie mit ihrer hohen EBITDA-Marge (46,4% in 2009 vs. 35,9% Verbund (ISIN AT0000746409/ WKN 877738)), dem relativ geringen Verschuldungsgrad (1,4x Net financial debt/EBITDA in 2009) und ihrer geringen Kostenbasis zu den attraktivsten Power Utility-Investitionen in Europa gehöre.

Vor allem der geringe Verschuldungsgrad gegenüber dem Sektor (2,1x net debt/EBITDA für 2010-11e vs. 3x Sektorschnitt) und die strukturell gute Platzierung sprächen für die CEZ. Die größten Risiken für CEZ seien nach ihrer Ansicht geringere Energiepreise, die EUR/CZK (Tschechische Krone) Wechselkursentwicklung und politische Intervention.

Die Experten von "Minerva Investments" empfehlen, die Aktie von CEZ zu kaufen und sehen +25% Kurspotenzial. Ihr 12-Monats-Kursziel für die CEZ-Aktie liege bei CZK 975 und leite sich (gleichgewichtet) aus einer KGV-/DCF-Methode ab. (Analyse vom 09.12.2010) (09.12.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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