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Analysen - DAX 100
03.12.2010
Vossloh Modell nach unten angepasst
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Frank Laser, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Vossloh (ISIN DE0007667107/ WKN 766710) weiterhin mit "kaufen" ein.

Vor dem Hintergrund der konstant guten Nachfrage nach den Schieneninfrastrukturprodukten des Unternehmens habe Vossloh gestern Angaben zu den Geschäftszahlen 2010 gemacht, die im Rahmen der Schätzungen liegen würden. Darüber hinaus habe Vossloh im Rahmen der Analystenkonferenz einen detaillierten Ausblick für 2011 und 2012 gegeben.

Mit einem Umsatz von rund EUR 1,4 Mrd. (+18%) und einem EBIT von mehr als EUR 150 Mio. (Warburg Research-Erwartungen: EUR 159 Mio.) sollte das Geschäftsjahr 2010 ein starkes Wachstum aufweisen. Gründe hierfür seien erneut die hohe Nachfrage nach Infrastrukturlösungen (insbesondere Befestigungssysteme in China sowie Weichen) und die erstmalige Konsolidierung des akquirierten Dienstleistungsgeschäfts gewesen.

Zudem habe das bisherige Sorgenkind, das deutsche Lokomotivenwerk in Kiel, im 2. Halbjahr 2010 einen deutlichen Turnaround erzielen können.

Der Umsatz sollte 2011 um etwa 4% zulegen (alte Guidance: >= +2,5%), während das Unternehmen ein EBIT von mehr als EUR 160 Mio. anstrebe (alt: >= EUR 155 Mio.). Wesentliche Wachstumstreiber dürften hier die anhaltend hohe Nachfrage nach Schienenbefestigungen (in Europa sowie in Asien) und die anhaltende Erholung des Lokomotivengeschäfts in Kiel sein. Nachteilig würden sich die weiterhin niedrigen Volumina in Vosslohs Lokomotivenwerk in Valencia auswirken, sodass in 2011 nur das Break-Even-Niveau erreicht werden sollte.

Für 2012 stelle Vossloh einen Umsatz von EUR 1,5 Mrd. mit einem über EUR 170 Mrd. liegenden operativen Ergebnis in Aussicht. Damit sollten die hohen EBIT-Margen des Unternehmens nachhaltig sein und durch das geplante Neugeschäft in Russland (Befestigungssysteme) und China (Aufbau einer eigenen Weichenproduktionsanlage) gestützt werden.

Darüber hinaus entwickle Vossloh zurzeit eine neue Dieselhydraulikflotte auf einer Plattformbasis, um die mittelfristig erwartete hohe Nachfrage insbesondere in Osteuropa bedienen zu können.

Als Folge daraus dürften die Capex des Unternehmens selbst für 2011 (ca. EUR 90 Mio.) und 2012 (EUR 65 Mio.; Warburg Research-Erwartungen: EUR 60 Mio.) auf einem hohen Niveau bleiben.

Trotz der intensiven Investitionen in das Kerngeschäft strebe Vossloh eine aggressivere Dividendenpolitik von EUR 2,50 für 2010 (Konsens: EUR 2,18) und mindestens EUR 2,50 für die Jahre 2011 und 2012 (Konsens: 2,33 bzw. 2,44) an, was deutlich positiv zu werten sei.

Angesichts des gestrigen Newsflows werde das Warburg Research-Modell im Wesentlichen beim Jahresüberschuss reduziert, um ein niedrigeres Finanzergebnis (höhere Nettverschuldung durch höhere Capex-Annahmen), eine leicht höhere Steuerquote (regionaler Mix) und höhere Anteile Dritter (durch die Weichen JV in China) zu reflektieren.

Die Analysten von Warburg Research bestätigen die Kaufempfehlung für die Vossloh-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von EUR 105. (Analyse vom 03.12.2010) (03.12.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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