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Analysen - Nebenwerte
02.12.2010
SÜSS MicroTec Equity Story bleibt mehr als intakt
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von SÜSS MicroTec (ISIN DE0007226706/ WKN 722670) weiterhin mit "kaufen" ein.

Das Management habe die äußerst interessante Equity Story und die Perspektive präsentiert, den Umsatz des Unternehmens bis 2013 auf ca. EUR 250 Mio. zu steigern. Letzteres resultiere aus dem erwarteten massiven Anstieg des Marktvolumens für Substrat Bonder, das sich von ca. USD 100 Mio. in 2009 auf mehr als USD 500 Mio. verfünffachen solle. Durch die aussichtsreiche Positionierung von SÜSS MicroTec (derzeit Nr. 2 im Markt mit Erlösen von ca. EUR 24 Mio. in 2010, erwartet werde jedoch das Erreichen der weltweiten Marktführerschaft) sollte das Unternehmen deutlich vom Nachfrageschub partizipieren (Nachfrageanstieg insbesondere ab H2/2011).

Neben den attraktiven Möglichkeiten für Bonder erreiche SÜSS MicroTec eine herausragende Positionierung (Nr. 1) bei den übrigen Produktlinien des Unternehmens, d.h. bei Lithographie und Fotomaskenausrüstung. Diese würden sich in ihren Marktnischen ebenfalls einer wachsenden Nachfrage erfreuen.

EBIT-Margen von 10% bereits für 2010 (bereinigt um Einmaleffekte) würden belegen, dass das Management das Unternehmen erfolgreich in Position gebracht habe, um nachhaltig eine bessere Ergebnisqualität zu erzielen. CFO Knopp habe betont, dass eine EBIT-Marge von 15% über den Zyklus angestrebt werde, was Margen von bis zu 20% in Spitzenjahren und von ca. 10% in Talsohlen impliziere. Dieses Ziel erscheine sinnvoll:

- Das Segment Lithographie habe selbst im Krisenjahr 2009 eine EBIT-Marge von 15% erzielt. 2010 sollten die Segmentmargen bei über 20% liegen. Es sei kein Grund ersichtlich, weshalb die anderen Segmente Substrat Bonder und Fotomaskenausrüstung mit erhöhtem Umsatzniveau keine ähnliche hohe Ergebnisqualität erzielen sollten.

- Für das kommende Geschäftsjahr 2011 werde das Erreichen einer EBIT-Marge von 11% prognostiziert, was angesichts der hoch visiblen Erlössteigerungen von knapp 18% durch den hohen Auftragsbestand sehr wahrscheinlich sein sollte. Das Ergebnis sei im nächsten Jahr allerdings noch durch EUR 3 Mio. durch finale Aufwendungen für die Verlagerung des Bonderbereichs nach Deutschland und EUR 2 Mio. für Nettoabschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belastet, da SÜSS MicroTec keine Neuaktivierungen mehr vornehme. Damit liege ein bereinigtes EBIT bei ca. EUR 23,5 Mio., oder knapp 14% vom Umsatz.

- Nach der Akquisition der Produktionsstätte in Sternenfels müsse SÜSS MicroTec nun im Wesentlichen die Mitarbeiteranzahl erhöhen, um die erwartete Nachfrage zu bewältigen. Unterstützt werde ein überproportionales Ergebniswachstum durch Bruttomargen von 40% und unterproportional wachsende OPEX.

Die Schätzungen für 2011 und 2012 würden vorerst beibehalten. Damit würden die Perspektiven des Bonder-Marktes nur teilweise reflektiert (der Bonder-Markt sollte von 2009 bis 2013 um das Fünffache wachsen, bei den Bonder-Erlösen werde derzeit nur von einer Verdopplung auf EUR 36 Mio. bis 2012 ausgegangen). Im DCF-Modell seien bisher jedoch nachhaltige Mid-Cycle EBIT-Margen von nur 10% antizipiert worden. Bei einer bereinigten EBIT-Marge von 14% bereits für 2011 und dem angemessenen Ziel von Margen in Höhe von (mindestens) 15% über den Zyklus würden die Erwartungen für nachhaltige Margen um 3 PP angehoben. Damit lasse die Bewertung sowohl noch Spielraum bei der Top Line (insb. Bonder-Erlöse) als auch den Margen.

Das neue Kursziel von EUR 11,00 (alt: EUR 9,30) biete ein Kurspotenzial von 40% und würde eine Bewertung von 7,5x bereinigtes EBIT für 2011 implizieren (exkl. Einmaleffekte + Nettoabschreibungen Entwicklungskosten), was nicht anspruchsvoll erscheine.

Die Analysten von Warburg Research bewerten die SÜSS MicroTec unverändert mit dem Rating "kaufen". (Analyse vom 02.12.2010) (02.12.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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