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Analysen - Nebenwerte
30.11.2010
Aragon Q3-Zahlen mit noch geringer Profitabilität
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Torsten Klingner, stuft die Aragon-Aktie (ISIN DE000A0B9N37/ WKN A0B9N3) unverändert mit "halten" ein.

Aragon habe heute Q3-Zahlen veröffentlicht, die leicht unter den Erwartungen gelegen hätten. Der Umsatz habe sich im Q3 um fast 50% auf EUR 26 Mio. verbessert. Das Umsatzwachstum stamme etwa hälftig aus organischem Wachstum aufgrund eines gestiegenen Absatzes von Finanzprodukten (insbesondere Versicherungen) und höheren Bestandsprovisionen (Asset under Administration +15% yoy) sowie aus den akquirierten Beteiligungen (Scopia, FINUM).

Auf Segmentebene sei der Umsatz im Bereich Financial Consulting (B2C - Vermittlung an Endkunden) in den ersten neun Monaten insbesondere aufgrund von Akquisitionen (FINUM und Scopia) von EUR 7 Mio. auf EUR 23 Mio. gestiegen, wobei sich der Umsatzanteil von 15% auf 31% erhöht habe (yoy). Der Umsatz im Bereich Broker Pools (Vermittlung über Makler) sei um über 30% auf EUR 51 Mio. gewachsen.

Das EBIT habe sich im Q3 auf EUR 0,5 Mio. (VJ EUR -0,2 Mio.) verbessert, wobei das Ergebnis durch Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme der FINUM in Höhe von EUR 0,2 Mio. beeinträchtigt worden sei. Der Ergebnisanstieg resultiere im Wesentlichen aus einem profitableren Umsatzmix. Da der Bereich Financial Consulting eine um 12PP höhere Rohmarge als der Bereich Broker Pools aufweise, habe sich die Rohmarge von 20% auf 24% verbessert.

Beim Ausblick für 2010 bleibe Aragon vage. Das im Rahmen der Q2-Zahlen abgegebene Umsatzziel von EUR 120 Mio. bei einer EBIT-Marge von mindestens 5% sei nicht wiederholt worden.

Auch wenn das Q4 mit Abstand das stärkste Quartal werden sollte, dürften die bisherigen Schätzungen für 2010 nicht erreicht werden. Insbesondere höhere Integrations- und Transaktionskosten sowie die gegenüber dem Vorjahr unverändert geringen Ergebnisbeiträge aus dem Bereich Broker Pools würden die Profitabilität beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund würden die Ergebnisprognosen für 2010 angepasst. Die ab 2011 erwartete Ergebnissteigerung resultiere insbesondere aus der steigenden Rohmarge im Zusammenhang mit dem wachsenden Anteil des Financial Consulting (2011e 40%).

Das überarbeitete DCF-Modell führe zu einem von EUR 13,50 auf EUR 13,20 gesenkten Kursziel.

Das Rating für die Aragon-Aktie bleibt "halten", so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 30.11.2010) (30.11.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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