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Analysen - DAX 100
19.11.2010
Allianz starkes Sommerquartal
SEB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) mit "buy" ein.

Der Umsatz sei um 11,5% auf 24,5 Mrd. EUR gestiegen. Das operative Ergebnis habe sich um 2,3% auf 2,1 Mrd. EUR verbessert. Unter dem Strich habe die Allianz einen Gewinn von 1,3 Mrd. EUR erzielt. Im Vorjahr habe er bei 1,4 Mrd. EUR, im Vorquartal bei 1,1 Mrd. EUR gelegen. Der Quartalsüberschuss spiegle höhere Steueraufwendungen wider. Ferner habe das Ergebnis aus dem Vorjahr ein relativ starkes Kapitalanlageergebnis beinhaltet.

Starke Beiträge hätten trotz einer Reihe von Naturkatastrophen (Elbe-Flut, Erdbeben in Neuseeland, etc.) die Schaden-/ Unfall-Versicherungen (S/U) geliefert: operatives Ergebnis +9% auf 1,1 Mrd. EUR. Die Schaden-Kosten-Quote (C/R) habe dabei unwesentlich angezogen und sich auf 97,1% (nach 96,9% im Vj. bzw. nach 96,3% in Q2) gestellt.

Das gesamte verwaltete Vermögen sei um 25,5% auf 1.443 Mrd. EUR geklettert. Diese Steigerung sei von außergewöhnlich hohen Nettomittelzuflüssen Dritter in Höhe von 40 Mrd. EUR unterstützt (in 9M: +100 Mrd. EUR) worden.

Der Ausblick 2010 sei leicht nach oben revidiert worden: Die Allianz rechne nun damit, das das operative Ergebnis von 7,2 Mrd. EUR (+/- 500 Mio. EUR) eher am oberen Rand des Zielkorridors sein werde.

Das 3. Quartal habe starke Beiträge aus allen drei Bereichen gezeigt. Eindeutig aufwärts, und dies trotz hoher Belastungen, sei es bei S/U, lange Zeit ein "Problembereich", gegangen. In der wichtigsten traditionellen Sparte habe die Allianz operativ 1,1 Mrd. EUR (+9%) und damit rund die Hälfte des operativen Konzerngewinns verdient. Der Bereich L/K habe erneut von einer hohen Nachfrage nach Altersvorsorgelösungen wie fondsgebundenen und auch traditionellen LVs profitiert.

Bei Asset Management (AM) sei das operative Ergebnis um 41,6% auf 521 Mio. EUR gesprungen. Damit habe das Segment sein Ergebnisziel schon nach neun Monaten erreicht. AM habe Nettomittelzuflüsse in sieben aufeinander folgenden Quartalen und allein 100 Mrd. EUR in neun Monaten verzeichnet. Positiv zu werten sei auch die Diversifizieren der Kapitalanlagen mit Immobilien sowie die solide Kapitalausstattung: Solvabilitätsquote 168%.

Die zuletzt verhältnismäßig hohe Zahl von Großschäden aus Naturkatastrophen bleibe eine Herausforderung. Die historisch tiefen Zinsen an den Kapitalmärkten würden ebenso eine große Herausforderung für das Kapitalmanagement bleiben. Der Drive aus Q3 sei schwer fortsetzbar.

Aus Sicht der technischen Analyse ist die Aktie von Allianz eine gute Halteposition, so Savas Demirtas, technischer Analyst der SEB. Mit Erfolg habe Anfang November der Widerstand bei 89,18 EUR überwunden werden können, was der Aktie theoretisch weiteres Potenzial bis zum bisherigen Jahreshoch bei 95,99 EUR eröffne. Ein Erreichen dieses Niveaus würden die Analysten zwar für möglich halten, jedoch könnte sich dies noch etwas hinziehen. Denn die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden zur Seite abdrehen und die Herausnahme der Aufwärtsbewegungsdynamik signalisieren.

Nichtsdestotrotz würden die langfristigen Aussichten für die Allianz so schlecht nicht aussehen, denn das positive Trendumfeld könne weiter ausgebaut werden. Ein Anstieg bis über 100 EUR sei durchaus zu erwarten. Wenn nicht in diesem, dann aber im nächsten Jahr. Voraussetzung hierfür sei aber die Verteidigung der nun gemäß dem Phänomen der Trendumkehr fungierenden Unterstützung bei 89,18 EUR. Interessierte Investoren sollten zunächst noch abwarten, dann aber bei Erreichen eines neuen Jahreshochs zugreifen, denn dieser Impuls fehle letztendlich der Aktie.

Trotz hoher Naturkatastrophenschäden in 9M bleibe die Allianz auf einem guten Wachstumskurs. Das Kursziel werde von 99 EUR auf 108 EUR angehoben.

Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der Allianz mit "buy". (Analyse vom 19.11.2010) (19.11.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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