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Analysen - TecDAX
18.11.2010
Manz Automation mit soliden Aussichten
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" setzen die Aktie von Manz Automation (ISIN DE000A0JQ5U3/ WKN A0JQ5U) auf die Watchlist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe in der vergangenen Woche den schwäbischen Solarzulieferer in Reutlingen besucht. Im Zuge der Begrüßung der Mitarbeiter habe sie sich gefreut, wie das Land die Wirtschaftskrise bewältigt habe und mit der Situation umgegangen sei. "Wir haben das ganz gut hinbekommen". Auch dank der von der Politik eingeführten Kurzarbeit, habe sie betont. Der Maschinenbauer habe während der Krise keine Mitarbeiter entlassen, sondern das Instrument Kurzarbeit genutzt. "Soziale Marktwirtschaft bedeutet auch Vertrauen zwischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern. Dieses Stück Vertrauen hat sich ausgezahlt. Sie sind alle noch da".

Das Interesse für erneuerbare Energien sei seitens der Kanzlerin hoch. Die Photovoltaik gehöre auch dazu. Als promovierte Physikerin wünsche sie sich allerdings noch einen deutlich höheren Wirkungsgrad. "Ich bin da noch etwas zweifelnd, bei den Wirkungsgraden muss man noch was hinkriegen". Der CEO Dieter Manz habe sich über den hohen Besuch gefreut. "Die Politik nimmt uns ernst und das ist sehr motivierend für die Belegschaft". Laut Manz verfüge die Kanzlerin zudem über eine sehr gute Sachkenntnis hinsichtlich der Solarthematik. "Im Gegensatz zu anderen Politikern ist die Bundeskanzlerin bestens im Thema".

Wie der Firmenchef den Experten am Rande der Veranstaltung mitgeteilt habe, befinde sich das Unternehmen wieder auf einem starken Wachstumskurs. Er sei optimistisch den Umsatz in 2011 weiter zu steigern. In diesem Jahr werde das Unternehmen zwischen 170 und 175 Millionen Euro umsetzen. Enttäuschend sei allerdings, dass das EBIT lediglich ausgeglichen ausfallen werde. Angesichts der hohen Nachfrage hätten die Experten an dieser Stelle ein deutlich positives EBIT erwartet.

Der schwache Ergebnisausblick sei laut dem CEO unter anderem auf niedrigmargige Aufträge zurückzuführen. "Wir haben in der Krise auch Aufträge angenommen, bei denen wir nichts verdienen oder auch draufzahlen. Ziel war dadurch den Kunden zu behalten und nicht an den Wettbewerb zu verlieren. Diese Aufträge sind weitgehend abgearbeitet". Zudem hätten Einführungskosten für neue Produkte, ein allgemeiner Margendruck und höhere Forschungs- und Entwicklungskosten das Ergebnis belastet. Für 2011 gelobe der Firmengründer und Großaktionär Besserung. "Die Marge wird nachziehen". Auf eine Zahl für das kommende Jahr habe er sich aber nicht festlegen wollen.

Die Schwaben würden stark von der Nachfrage aus asiatischen Ländern profitieren. Treiber seien Produkte für die Herstellung kristalliner Solarzellen und ein bombenstarkes Geschäft mit Flat Panels. Wie der CEO den Experten weiter mitgeteilt habe, seien zudem Aufträge im Bereich Lithium Ionen zum Aufbau von Pilotlinien gewonnen worden. Ein größeres Highlight erwarte Manz noch in diesem Jahr.

Das Unternehmen befinde sich in "intensiven Gesprächen" einen ersten Großauftrag für Dünnschicht-Produktionslinien zu erhalten, die Manz in Kooperation mit der Solarsparte des Schraubenherstellers Würth entwickle. "Wir erwarten eine Vereinbarung noch in diesem Jahr und befinden uns auf gutem Wege", so der Firmenchef. Das Ordervolumen werde bei mehr als 100 Millionen Euro liegen und sich bereits im Umsatz des Jahres 2011 auswirken.

Die Aussichten für Manz Automation seien solide. Allerdings missfalle den Experten die Margenentwicklung. Hier müsse der Vorstand im kommenden Jahr überzeugen. Ansonsten sei der aktuelle Börsenwert von 225 Millionen Euro nicht zu rechtfertigen. Solaraktien seien an der Börse derzeit alles andere als en vogue. Der gesamte Sektor sei unter Druck. Die Experten würden in diesem Umfeld keine Chance für die Aktie sehen, zu performen. Für ein Investment sei es nach ihrem Erachten zu früh.

Trader sollen nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" die Aktie von Manz Automation auf die Watchlist setzen. Ein kurzfristiger Treiber könnte die Verkündung des erwähnten Großauftrags sein. (Analyse vom 18.11.2010) (18.11.2010/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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