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Analysen - Nebenwerte
12.11.2010
SKW Stahl-Metallurgie berichtet erwartungsgemäß solide Q3'2010-Zahlen
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Frank Laser, bestätigt seine Kaufempfehlung für die SKW Stahl-Metallurgie-Aktie (ISIN DE000SKWM013/ WKN SKWM01).

Wie erwartet habe SKW Stahl-Metallurgie heute solide Zahlen für Q3 2010 berichtet, die im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten. SKW Stahl-Metallurgie habe zudem das Ziel für das Geschäftsjahr 2010 erhöht.

Der Umsatz in Q3 sei um 77% gestiegen. Diese Entwicklung sei von den Segmenten Fülldrähte (Umsatz in Q3: +93,3%) und Pulver und Granulate (+62%) getragen worden. Gründe: erstmalige Konsolidierungseffekte des brasilianischen Unternehmens Tecnosulfur sowie erhöhte Nachfrage der stahlproduzierenden Industrie. Dies habe zu einer hohen Kapazitätsauslastung von SKW Stahl-Metallurgies Produktion geführt.

Höhere Volumen, eine straffere Kostenstruktur und ein günstigerer Produktmix hätten zu operativen Margen geführt, die fast auf Vorkrisenniveau gelegen hätten. Des Weiteren habe SKW Stahl-Metallurgie in 2010 keine Bad Stocks-Effekte (9M 09: EUR -4,3Mio. auf EBITDA Niveau) gehabt. Die operative Marge sollte bereinigt um negative Währungseffekte (etwa EUR 0,9 Mio. in Q3 und somit EUR 0,2 Mio. höher als WRe) etwa 7% erreicht haben.

Der operative Cashflow nach 9 Monaten habe bei nur EUR 0 gelegen. Dies sei auf höheren Bedarf an Working Capital zurückzuführen. Diese Entwicklung sei jedoch für ein Nachkrisen-Szenario bei SKW Stahl-Metallurgie typisch. Zudem sei der operative Cashflow mit EUR 3 Mio. (Q3 2009: EUR 1,3 Mio.) auf Q3-Basis wieder positiv.

Das Erreichen des unteren Endes des Gesamtjahresziels für 2010 bereits nach 9 Monaten habe das Unternehmen veranlasst, die Guidance für das Gesamtjahr zu erhöhen. SKW Stahl-Metallurgie rechne nun mit einem operativen Gewinn (EBITDA) von EUR 27 Mio. (von EUR >24 Mio.). Dies impliziere jedoch einen operativen Gewinn von unter EUR 5 Mio. in Q4 2010, was angesichts der anhaltend hohen Stahlnachfrage wenig ambitioniert erscheine. Die EBITDA Annahmen (WRe) würden somit bestätigt, während der Jahresüberschuss in 2010 aufgrund von höherer Finanzierungskosten und Steuerannahmen gesenkt werde. Die Umsatzzahlen für 2011 und 2012 würden aufgrund von höheren Preisannahmen erhöht (keine Auswirkung auf die Erträge).

In den letzten Wochen habe der Aktienkurs von SKW Stahl-Metallurgie die Lücke zu der fairen Marktbewertung teilweise geschlossen. Auf Basis von EV-Multiplikatoren, die im hohen einstelligen Bereich liegen würden, einem florierenden Geschäft in den neuen Regionen (Brasilien, Indien, Russland) und sich erholender Volumen in SKW Stahl-Metallurgies Kernmärkten (Europa, USA) sei die Bewertung weiterhin günstig.

Bei einem Kursziel von unverändert EUR 22 (DCF) bestätigen die Analysten von Warburg Research ihre "kaufen"-Empfehlung. (Analyse vom 12.11.2010)
(12.11.2010/ac/a/nw)


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