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Analysen - TecDAX
10.11.2010
Roth & Rau schwache Margen und One-Offs belasten Q3'2010-Ergebnis
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Aktie von Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51/ WKN A0JCZ5) von "kaufen" auf "halten" herab.

Am 10. November habe das Unternehmen vorläufige Zahlen bekannt gegeben. In Q3 habe es 8,5 Mio. Euro einmalige Belastungen gegeben. Diese hätten sich aus mehreren Beträgen, wie der Umbuchung eines Turnkey-Projektes in den eigenen Bestand (ähnlich wie in Q2) und Belastungen im Zusammenhang mit Projektverzögerungen, zusammengesetzt. Aber auch die operative Entwicklung ohne diese Effekte stelle sich in Q3 schwach dar (adjustierte EBIT-Marge: 7,8%).

Die Probleme des Konzerns würden nach Erachten der Analysten bei der laufenden OTB-Integration, den Kosten für die CdTe-Technologie und einen großen Overhead liegen. Für das Gesamtjahr 2010 habe das Unternehmen zudem die EBIT-Guidance reduziert. Bisher sei man von einem Umsatz von 285 Mio. Euro (bleibe erhalten) und einer EBIT-Marge von bis zu 9% ausgegangen, was einem EBIT von bis zu 25,6 Mio. Euro entspreche. Nun erwarte man ein EBIT von 9 bis 9,5 Mio. Euro (entspreche einer EBIT-Marge von 3,3%).

Im kommenden Jahr sehe sich Roth & Rau neben dem zu erwartenden schwächeren Auftragseingang auch einer Restrukturierung gegenüber, um die Margen nachhaltig verbessern zu können. Die Analysten würden davon ausgehen, dass man in den Quartalszahlen einen Großteil des zu erwartenden negativen News-flow bereits veröffentlicht habe. Sie würden ihre Schätzungen anpassen und ihr Kursziel von 28,00 auf 16,00 Euro senken. Sie würden zur Kurszielfindung ihr DCF-Modell sowie ihren Peer-Group-Vergleich nutzen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe ändern ihr Anlagevotum für die Roth & Rau-Aktie von "kaufen" auf "halten". (Analyse vom 10.11.2010) (10.11.2010/ac/a/t)

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