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Analysen - Ausland
04.11.2010
Eli Lilly setzt auf eigene Forschung und Entwicklung
FOCUS-MONEY

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München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" empfehlen bei der Aktie von Eli Lilly (ISIN US5324571083/ WKN 858560) einen Stoppkurs bei 22,50 Euro zu setzen.

Mitte August habe ein US-Bezirksgericht ein Patent von Eli Lilly für das Medikament Strattera zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Störungen gekippt. Im Jahr 2003 sei das Medikament auf den Markt gebracht worden. Im Jahr 2009 habe das Unternehmen damit rund 609 Mio. USD umgesetzt. Nach dem Urteil habe Eli Lilly sein Umsatzziel für das gesamte Jahr reduziert - und sich gewehrt. Ein Berufungsgericht habe das vorübergehende Verbot verlängert, das zehn Konkurrenten am Verkauf preiswerter Generika hindere. Der Pharma-Hersteller habe somit wertvolle Zeit gewonnen, mit Strattera Umsatz und Gewinn zu erwirtschaften.

Auslaufende Patente würden sowohl Eli Lilly als auch den Konkurrenten zu schaffen machen. Manche Hersteller würden Neuentwicklungen oder sogar ganze Unternehmen zukaufen. Eli Lilly gehe einen anderen Weg. Die Gesellschaft setze auf die eigene Forschung und Entwicklung und hoffe, Blockbuster entwickeln zu können. Momentan befänden sich, Unternehmensangaben zufolge, "mehr als 60 aussichtsreiche Substanzen in der klinischen Entwicklung". Neri, ein Mittel zur Behandlung von Depressionen, befinde sich bereits in der fortgeschrittenen dritten Erprobungsphase.

Grundsätzlich profitiere das Unternehmen wie andere auch von der zunehmenden alternden Weltbevölkerung, die immer mehr Medikamente benötige. Doch Eli Lillys Aktienkurs steige und falle mit den Erfolgen bzw. Misserfolgen der Forschungsabteilung. Eli Lilly-Aktionäre sollten die Nachrichten des Unternehmens demnach stets verfolgen. Ein Blockbuster reiche aus, den Kurs in die Höhe zu treiben.

Aus Sicht der Charttechnik überzeuge Eli Lilly nicht. Der Abwärtstrend aus dem Jahr 2006 dominiere noch immer das Geschehen.

Charttechniker setzen die Aktie von Eli Lilly erst auf ihre Kaufliste, wenn der Abwärtstrend nach oben durchbrochen wurde, so die Experten von "FOCUS-MONEY". (Ausgabe 45) (04.11.2010/ac/a/a)

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