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Analysen - DAX 100
05.11.2010
STADA Sondereffekte belasten drittes Quartal
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von STADA (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) nach wie vor mit "halten" ein.

Am 11. November veröffentliche STADA die Q3-Ergebnisse. Am 28. September habte STADA im Rahmen einer Ad hoc-Mitteilung bereits bekannt gegeben, dass aufgrund von Liquiditätsproblemen serbischer Großhändler derzeit ertragsbelastende einmalige Sondereffekte in Höhe von insgesamt ca. 29,5 Mio. EUR vor Steuern erwartet würden, die im 3. Quartal 2010 ausgewiesen werden sollten. Darüber hinaus würden die Analysten weitere belastende Sondereffekte erwarten: Darunter Sonderaufwendungen im Rahmen des "STADA-build the Future"-Programms in Höhe von rund 18 Mio. EUR, davon würden rund 6 Mio. EUR auf den Verkauf der niederländischen Verpackungseinheit Etten-Leur entfallen.

Insgesamt würden die Analysten damit mit Sonderbelastungen in Höhe von rund 50 Mio. EUR rechnen. Aus ihrer Sicht sei die FY-Guidance ambitioniert. Laut Aussage des Vorstands im Rahmen der Ad hoc-Mitteilung vom September 2010 seien die operativen Jahresziele für den Konzern nur noch unter der Voraussetzung knapp erreichbar, dass es in Q4/2010 zu einer Erholung des serbischen Geschäfts komme, was die Analysten derzeit als unwahrscheinlich erachten würden. Ferner könnten übrigens weitere belastende Sondereffekte hinzukommen, wenn es dem Unternehmen im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms nicht gelinge, die zur Disposition stehenden Produktionsstätten in Russland zu verkaufen, sondern eine Schließung erfolgen müsse.

Kurzfristig fehlen aus Sicht der Analysten positive Treiber, die sich positiv auf die Aktienkursentwicklung auswirken könnten. Eine schnelle Verbesserung der Lage in Serbien würden sie nicht sehen und auch in Deutschland bleibe das Marktumfeld unverändert schwierig. Für 2011 seien sie dagegen wieder optimistischer. Dann dürften die positiven Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm deutlicher sichtbar werden, zudem würden die Analysten eine Stabilisierung bzw. leichte Verbesserung der Marktsituation in Deutschland erwarten und sollten dann auch die Liquiditätsprobleme in Serbien allmählich abebben.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Aktie von STADA weiterhin zu halten. Das Kursziel von 24 EUR werde bestätigt. (Analyse vom 05.11.2010) (05.11.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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