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Analysen - DAX 100
02.11.2010
Vossloh Rail Infrastructure treibt die Ergebnisse
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Vossloh-Aktie (ISIN DE0007667107/ WKN 766710) von "kaufen" auf "halten" herab.

Vossloh habe überzeugende Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Die EBIT-Marge habe bei 12,8% für den Konzern gelegen, getrieben durch die gute Performance im Geschäftsbereich Rail Infrastructure (17,2% EBIT-Marge in Q3). Hier sei auch ein deutlicher Umsatzanstieg zu verzeichnen gewesen. Das Geschäftsfeld Fastening Systems habe von dem Großauftrag für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Peking-Shanghai profitiert und nahezu das doppelte Umsatzvolumen (107 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr aufgewiesen.

Auch auf der Auftragsseite spiegele sich die Belebung des Rail Infrastructure-Geschäfts deutlich wider. Fastening Systems liege um 12,1%, Switch Systems sogar um 38% über dem Vorjahr. Der Auftragsbestand liege zum 30.09. bei 232,9 Mio. EUR (Fastening Systems) bzw. 340,3 Mio. EUR (Switch Systems). Das neue Geschäftsfeld Rail Services habe in den ersten neun Monaten 2010 einen Umsatz in Höhe von 66,8 Mio. EUR erreicht.

Das Lokomotivgeschäft hingegen leide weiterhin unter der schwachen Nachfrage, insbesondere am Standort Valencia. In Kiel sei hingegen eine Belebung spürbar, was sich bereits in steigenden Erlösen zeige. Die EBIT-Marge des Geschäftsbereichs Transportation habe mit 6,0% knapp über dem Vorjahr (5,8%) gelegen.

Die Guidance für das Gesamtjahr (EBIT bei mehr als 150 Mio. EUR) sei bestätigt worden, was aber aus Sicht der Analysten ein zu ertragsschwaches viertes Quartal impliziere (EBIT-Marge von weniger als 10%). Entsprechend würden sie erwarten, dass mit 160,0 Mio. EUR (Bankhaus Lampe-Erwartungen) die Guidance übertroffen werde.

Nach Anpassung ihrer Modelle würden die Analysten ihr Kursziel von 91 EUR auf 93 EUR erhöhen.

Nach der zuletzt guten Performance stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Vossloh-Aktie jedoch vor dem Hintergrund des nun begrenzten Upside-Potenzials von "kaufen" auf "halten" zurück. (Analyse vom 02.11.2010) (02.11.2010/ac/a/d)

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