Logo
Analysen - Ausland
28.10.2010
AT&T rasanter Smartphone-Verkauf geht weiter
Raiffeisen Centrobank

www.optionsscheinecheck.de

Wien (aktiencheck.de AG) - Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von AT&T (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) weiterhin mit "kaufen" ein.

Der Umsatz des Telekomriesen sei im 3. Quartal auf USD 31,58 Mrd. geklettert und habe somit im Jahresvergleich um 2,8% zulegen können. Erwartet worden sei ein Anstieg um 2,4%. Der Gewinn je Aktie habe im Rahmen der Erwartungen bei USD 0,55 gelegen. AT&T habe die Abwanderungsquote der eigenen Kunden auf 1,3% drücken können. Bei den Vertragskunden im Mobilfunkbereich habe der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU) im Jahresvergleich auf USD 62,8 (+2%) gesteigert werden können. Im 3. Quartal hätten rund 2,6 Mio. neue Mobilfunkkunden gewonnen und somit zum Vorquartal, in dem es 1,6 Mio. neue Kunden gegeben habe, ein Anstieg von 64,4% verzeichnet werden können. Alles in allem betreue AT&T heute 92,8 Mio. Mobilfunkkunden, um 13,7% mehr als im Vorjahr desselben Zeitraumes.

Das EBIT habe marginal von USD 5,4 Mrd. um 1,4% auf USD. 5,5 Mrd. zulegen können, damit aber um 1,6% unter den Konsensusschätzungen gelegen. Der Konzern habe im abgelaufenen Geschäftsquartal einen neuen Rekord an iPhone-Aktivierungen verbuchen können. Insgesamt seien 5,2 Mio. Stück verkauft worden, wobei 24% davon auf Neukunden entfallen seien. Dabei seien USD 2,1 Mrd. an Subventionen zur Kundenakquise eingesetzt worden. Dies habe sich erwartungsgemäß negativ auf die EBITDA-Marge ausgewirkt. Im Vergleichzeitraum des Vorjahres habe bei der Marge somit ein Rückgang um 60 BP auf 32,8% in Kauf genommen werden müssen.

Die Gerüchte würden sich immer mehr verdichten, dass AT&T schon in naher Zukunft seine Exklusivrechte für das iPhone verlieren könnte. Der Konkurrent Verizon (ISIN US92343V1044/ WKN 868402) teste bereits ein iPhone auf CDMA-Technik.

Abermals habe AT&T mit einem sehr guten Ergebnis für das 3. Quartal 2010 die Analystenerwartungen erfüllen können. Einzig der drohende Verlust des exklusiven Verkaufrechtes für das iPhone könne sich aufgrund der aggressiveren Kundenakquisitionspolitik in Verbindung mit höheren Subventionszahlungen kurzfristig negativ auswirken. Dank dieser Geschäftspolitik könne der Konzern für die nächsten beiden Jahre die Kunden an sich binden und zukünftige Zahlungen sichern. Der auf Jahresbasis umgerechnete Verschuldungsgrad von 1,5 habe bereits erreicht werden können und gebe Anlass zur Spekulation eines Aktienrückkaufprogramms.

Dank dieser Tatsachen und der attraktiven Dividendenrendite bestätigen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "kaufen"-Einschätzung für die AT&T-Aktie. (Analyse vom 28.10.2010) (28.10.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de