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Analysen - Ausland
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26.10.2010
Schindler Q3 erfreulich aber ohne Überraschungen
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Serge Rotzer, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Schindler (ISIN CH0024638196/ WKN A0JEHV) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" nach wie vor mit "hold" ein.
In der Division Aufzüge und Fahrtreppen habe Schindler einen Auftragseingang von CHF 2.113 Mio. verzeichnet (Vontobel Research-Erwartungen 2.125 Mio., Konsens 2.126 Mio.). Das sei ein Plus von 3,1% (org. +9,7%). Der Umsatz sei um 3,6% auf CHF 2.002 Mio. zurückgegangen (Vontobel Research-Erwartungen 2.002 Mio., Konsens 2.046 Mio.) (org. +2,5%), das EBIT habe bei CHF 251 Mio. gelegen (Vontobel Research-Erwartungen 255 Mio., Konsens 262 Mio.).
Die Zahlen würden den Analystenschätzungen entsprechen, seien jedoch leicht unter den Konsenserwartungen geblieben. In Q3 seien keine Restrukturierungskosten angefallen. Der Reingewinn habe dank eines positiven Nettofinanzergebnisses und eines niedrigeren Steuersatzes 5% über den Erwartungen gelegen.
Wie erwartet sei der Ausblick von "Reingewinn auf dem Niveau von 2009" auf "leicht über dem guten Ergebnis des Vorjahres" angehoben worden, wobei Umstrukturierungskosten von CHF 20 Mio. in Q4 bereits berücksichtigt seien.
Die Raten des organischen Wachstums (Auftragseingang +9,5%, Vontobel Research-Erwartungen +8,6% und Umsatz +1,5%, Vontobel Research-Erwartungen 1,3%) seien für den Bereich E&E zwar etwas besser ausgefallen als angenommen, insgesamt würden sie aber im Einklang mit den Erwartungen liegen.
Wie bereits schon früher erwähnt, hätten die Analysten eine schwächere Dynamik beim Anstieg der operativen Marge beobachtet - die EBIT-Marge habe nur um 50 Bp (Vontobel Research-Erwartungen 70 Bp) auf 12,5% zugenommen. Otis habe in Q3 seine Marge um 190 Bp und Kone um 80 Bp verbessern können. Um negative Einmaleffekte in Q3 09 bereinigt sei die operative Marge sogar um 10 Bp nach unten gegangen.
Schindler habe das kräftigste operative Wachstum beim Auftragseingang ausgewiesen, die Margensteigerung sei indes im Vergleich zu den Wettbewerbern am schwächsten gewesen. Schindler zeige daher eine schwächere Dynamik, verfüge aber angesichts des soliden Auftragseingangs über ein interessantes Potenzial, sollten sich die Wechselkurse erholen.
Die Bilanz sei sehr stark, mit Barmitteln in Höhe von CHF 2,2 Mrd. und nahezu keinen Schulden.
Das Ergebnis sei erfreulich, habe aber keine Überraschungen gebracht. Obwohl Schindler in Q3 das stärkste organische Wachstum verzeichnet habe, habe das Unternehmen in der operativen Entwicklung die Erwartungen verfehlt. Da das EBIT in Q3 hinter den Konsenserwartungen zurückgeblieben sei und die Reingewinnerwartungen für das Gesamtjahr schon mindestens CHF 50 Mio. über den Prognosen liegen würden, würden die Analysten keine positiven Gewinnkorrekturen erwarten. Sie würden nur eine Feinabstimmung unserer Schätzungen vornehmen und diese insgesamt unverändert lassen.
Die Analysten von Vontobel Research bekräftigen ihr "hold"-Rating für die Schindler-Aktie und das Kursziel von CHF 110. (Analyse vom 26.10.2010) (26.10.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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