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Analysen - Ausland
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21.10.2010
Coca-Cola Durst in den Schwellenländern ungebrochen stark
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Coca-Cola (ISIN US1912161007/ WKN 850663) mit "kaufen" ein.
Mit einem Gewinn pro Aktie ohne Sondereffekte von USD 0,92 im dritten Quartal hätten die Analystenerwartungen um USD 0,04 übertroffen werden können. Der Absatzanstieg von fünf Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum habe neuerlich das langfristige Unternehmensziel (von vier bis fünf Prozent) übertroffen.
Die regionale Entwicklung sei stark differenziert: In Nordamerika sei der Absatz zum zweiten Mal in Folge um zwei Prozent gestiegen. Das Wachstum stamme hier allerdings von "stillen" Getränken, allen voran Sportgetränken (z.B. Powerade). Ebenso habe sich die Einführung von kleineren Dosen bereits bezahlt gemacht. Unverändert flau sei die Entwicklung in Europa aufgrund der schwachen Entwicklung in den südlichen und osteuropäischen Ländern gewesen. Dagegen sei das Wachstum in den Emerging Markets unvermindert stark. Zu verzeichnen sei Anstieg des Absatzes um sechs Prozent gewesen, getrieben vor allem von den Märkten Russland, Indien und Brasilien.
Die Integration des nordamerikanischen Abfüllgeschäfts von Coca-Cola Enterprise sei fast abgeschlossen. Die erwarteten Synergien sollten sich jährlich auf USD 350 Mio. belaufen. In der Produktivitätsverbesserung seien weitere Fortschritte zu verzeichnen. Ab 2012 sollten diesbezüglich jährliche Einsparungen von USD 500 Mio. möglich sein. Die operative Marge habe sich von 26,7% auf 27,8% verbessert. Im vierten Quartal werde ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von zwei Mrd. USD gestartet.
Es gebe keine Äußerungen zum vierten Quartal bzw. darüber hinaus.
Ein starkes Wachstum in den Emerging Markets sowie ein wieder anziehender Heimatmarkt hätten dem Konzern einen Gewinnsprung beschert. Zwar könne der Zuwachs in den USA nicht als Sieg gewertet werden, doch immerhin zeige er Anzeichen einer Stabilisierung. Erwähnenswert sei in diesem Zusammenhang, dass das Wachstum vor allem von Getränken ohne Kohlensäure stamme. Durch die Integration des US-Abfüllers plane Coca-Cola, den Getränkeabsatz bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Auch wenn die Aktie in den letzen Monaten deutlich an Wert gewonnen habe, würden die Analysten noch genügend Spielraum für weitere Anstiege sehen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank ändern daher ihre Einschätzung für die Coca-Cola-Aktie auf "kaufen". (Analyse vom 21.10.2010) (21.10.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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