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Analysen - Ausland
01.10.2010
Verbund aktuell niedrige Strompreise schmerzen
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, rät weiterhin zum Akkumulieren der Verbund-Aktie (ISIN AT0000746409/ WKN 877738).

In dieser Woche hätten die Analysten ein Update zum Verbund veröffentlicht, in dem sie erstmals die für November geplante Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 1,0 Mrd. eingearbeitet hätten. Sie würden davon ausgehen, dass der Verbund rund 40 Mio. neue Aktien begeben werde, daher würden sie mit einem Preis von etwa EUR 25 pro neuer Aktie rechnen. Die Kapitalerhöhung bewirke einen Verwässerungseffekt von rund 13%.

Was den Verbund allerdings mehr schmerze, seien die aktuell niedrigen Strompreise, die seit ihrem letzten Report im Schnitt um EUR 5 gesunken seien. Die Wasserführung hingegen dürfte sich im dritten Quartal verbessert haben, liege aber auf das Gesamtjahr gesehen definitiv noch immer unter dem langjährigen Schnitt. Ihre Gewinnschätzungen hätten sie zum Teil deutlich reduziert. Für 2010 würden sie nun EUR 1,47 pro Aktie erwarten, für die darauffolgenden Jahre EUR 1,68 und EUR 2,22.

Der anhaltend negative Newsflow der letzten Wochen bzw. Monate habe die Aktie zunehmend unter Druck gebracht. Aber genau hier sähen die Analysten eine Chance für den Anleger. Sollten die Kurse noch ein wenig nachgeben, was bei einer bevorstehenden Kapitalerhöhung ja nicht so unwahrscheinlich sei, wäre die Aktie in ihren Augen sehr attraktiv.

Im Moment belassen die Analysten der Erste Bank es bei einer "akkumulieren"-Empfehlung (statt "halten") bei der Verbund-Aktie. Ihr neues Kursziel betrage EUR 29 (statt EUR 31). Investoren sollten den Verbund im Auge behalten und bei eventuellen weiteren Kursrückgängen (bzw. bei der Kapitalerhöhung, wenn der Preis stimmt) zugreifen. (Analyse vom 01.10.2010)
(01.10.2010/ac/a/a)
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