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Analysen - Ausland
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01.10.2010
OMV der zündende Funke fehlt
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger, Analyst der Erste Bank, rät weiterhin zum Kauf der OMV-Aktie (ISIN AT0000743059/ WKN 874341).
Die Herabsetzung des Kursziels sei auf eine Änderung der Bewertungsmethode zurückzuführen. Neben der DCF-Bewertung würden die Analysten nun eine Wertermittlung, die auf dem Auf- bzw. Abschlag in der Peergroup basiere, in die Berechnung des Kursziels einfließen lassen. In dieser Vergleichsgruppe fänden sich einige der weltweit größten Öl- und Gaskonzerne (BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517), Shell, Exxon Mobil (ISIN US30231G1022/ WKN 852549) usw.), in die die OMV aufgrund ihrer Struktur passe.
Die Analysten würden denken, dass u.a. die schlechte Performance dieser Gruppe seit dem Frühjahr 2009 zur derzeitigen, starken Unterbewertung des österreichischen Ölkonzerns geführt habe. Für die Zukunft würden sie glauben, dass die Aktien der gesamten Gruppe aufholen würden und damit der OMV-Aktie Auftrieb verleihen sollten. Gleichzeitig aber sähen sie, dass der OMV-Aktie der zündende Funke fehle.
Ein wenig mehr Transparenz und Einblick in die Investitionen des Unternehmens sowie in das Explorations- und Produktionsportfolio könnten Abhilfe schaffen. Ihre Meinung zum fundamentalen Bild des Energiekonzerns bleibe ungebrochen positiv. Das werde durch die Anhebung der Schätzungen zum Gesamtjahresergebnis 2010 bestätigt: die Erwartung des Umsatzes steige um 14%, während die des Nettoergebnisses um 4% erhöht worden sei. Die Analysten würden nun von einem Gewinn von EUR 3,97 pro Aktie ausgehen.
Bei einem von EUR 39,00 auf EUR 36,50 nach unten gewanderten Kursziel haben die Analysten der Erste Bank ihre Kaufempfehlung für die OMV-Aktie bestätigt. Der Titel bleibe ein Top Pick. (Analyse vom 01.10.2010) (01.10.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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